Die israelische Armee hat nach eigenen Untersuchungen Identitäten und Dokumente von mindestens 170 im Gazastreifen getöteten Personen veröffentlicht, die zuvor als Journalisten bezeichnet worden waren. Die IDF stuft sie als militärische Aktivisten der Hamas, des Islamischen Dschihad oder weiterer bewaffneter Gruppen ein. Die Veröffentlichung soll belegen, dass diese Personen keine unschuldigen Medienvertreter, sondern an Terroraktivitäten beteiligt waren. Die Vorwürfe internationaler NGOs und Vereinter Nationen, Israel töte gezielt Journalisten, werden durch die dargestellten Beweise infrage gestellt.
Es war einer der schärfsten Vorwürfe der internationalen Gemeinschaft, von NGOs und Uno-Gremien gegen Israel: Die Streitkräfte würden im Gaza streifen gezielt Medienvertreter ins Visier nehmen und töten.
Nun legt die israelische Armee brisante Belege vor, die diese Behauptung in Zweifel ziehen. Nach eingehenden Untersuchungen gibt die IDF bekannt, dass mindestens 170 im Gazastreifen getötete Personen, die weltweit als unschuldige Journalisten betrauert wurden, in Wahrheit militärische Aktivisten von Terrororganisationen waren. Auf einer eigens eingerichteten Website veröffentlichte die Armee Namen, Fotos, Funktionen und sichergestellte Dokumente der Betroffenen. Das Beweismaterial stamme direkt von den Terrorgruppen selbst und sei bei Einsätzen im Gazastreifen beschlagnahmt worden.
Die Zahlen wiegen schwer: 118 der Personen gehörten dem militärischen Flügel der Hamas an, 49 jenem des Islamischen Dschihad und drei weiteren militanten Gruppierungen. 17 von ihnen sollen am Massaker vom 7. Oktober in Israel beteiligt gewesen sein. Besonders heikel für internationale Medienhäuser: Mehrere der Enttarnten arbeiteten für renommierte westliche Agenturen und Sender wie Reuters, CNN, BBC, Le Monde, AFP oder AP.
Ein Vertreter der IDF wies darauf hin, dass Hamas und Islamischer Dschihad die Zugehörigkeit vieler Getöteter zu ihren Kampfverbänden im Nachhinein sogar selbst einräumten, allerdings erst, nachdem sich das Narrativ von Israels angeblicher Jagd auf Reporter weltweit festgesetzt hatte. Der Tod von über 40 der nun entlarvten Kämpfer hatte seinerzeit offizielle Verurteilungen Israels durch die Vereinten Nationen ausgelöst. Die IDF betont, man operiere völkerrechtskonform gegen Terroristen, nicht gegen Journalisten.
Die Grenze zwischen Pressearbeit und Terroraktivismus sei in Gaza systematisch verwischt worden.
Gaza Israel IDF Journalisten Hamas
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