Dem IKRK könnten Ende Jahr 500 bis 700 Millionen Franken fehlen. Der Generaldirektor schlägt Alarm.
Im Budget für 2023 könnte ein Fehlbetrag zwischen 500 und 700 Millionen Franken entstehen, warnte der Generaldirektor des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes , Robert Mardini, in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung «Le Temps». Dies entspricht etwa einem Viertel des eingeplanten Jahresbudgets in der Höhe von 2.79 Milliarden Franken.
2021 war ein grossartiges Jahr, die Schweizerinnen und Schweizer waren sehr grosszügig. Insgesamt lag das Spendevolumen bei über zwei Milliarden Franken. Und für 2022 dürfte diese Marke nochmals deutlich übertroffen werden. Unsere derzeitige Prognose, die wir mit der Universität Freiburg erstellt haben, geht zur Zeit von 2.4 Milliarden Franken aus.
Das kann man so nicht sagen. Wenn es eine Katastrophe gibt – etwa eine grosse Überschwemmung, ein Erdbeben oder einen Krieg – dann denkt man zuerst an Hilfswerke, die Erfahrung in der humanitären Hilfe haben. Dazu zählen etwa das IKRK oder auch das Schweizerische Rote Kreuz. Es braucht Erfahrung und eine gewisse Grösse der Organisation, um Zugang zu Katastrophengebieten zu erhalten, um die Logistik zu stemmen.
Nach Angaben des IKRK erreicht in diesem Jahr von den zehn grössten humanitären Einsätzen der Organisation allein die Mission in der Ukraine ihr volles Budget. Die Einsätze in Afghanistan, der Demokratischen Republik Kongo, in Äthiopien, in Irak, in Nigeria, in Somalia, in Südsudan und im Jemen hingegen werden in 2023 mit weniger Geld als geplant auskommen müssen. «Die nächsten Monate werden entscheidend sein», sagte Mardini.
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