Der HSC Suhr Aarau verliert beim BSV Bern trotz zweier früher roter Karten und einer zeitweise deutlichen Führung mit 26:27. Insgesamt wurden vier Spieler direkt disqualifiziert, numerous time penalties and several personnel changes made the derby a highly physical and chaotic affair. The loss also brought positive aspects, including promising offensive moments and the opportunity to earn at least a draw.
Lange hielt der HSC Suhr Aarau auswärts gegen den BSV Bern gut mit, dann aber drehte ein Ex-Aargauer mächtig auf und verunmöglichte dem HSC einen Punktgewinn.
Immerhin: Die bittere Niederlage brachte durchaus Positives mit sich. Vier Rote Karten, unzählige Zeitstrafen und zwei Ex-HSCler stechen bei der bitteren 26:27-Niederlage des HSC Suhr Aarau in Bern heraus. Trotz der zwei frühen Roten Karten gegen den HSC hielt das Team von Cheftrainer Petr Hrachovec lange gut mit – musste sich dem BSV Bern am Ende aber trotzdem geschlagen geben. Und das, obwohl auch die Berner im weiteren Verlauf der Partie ihrerseits zweimal glatt Rot sahen.
Grundsolide startete der HSC ins Auswärtsspiel in der Mobiliar Arena, der Heimstätte des BSV Bern. In der 11. Spielminute führten die Aargauer mit 6:4 – kurz danach begann die eigentliche Geschichte dieser von Anfang an hart geführten Partie. Marijan Maric sah nach Videokonsultation die direkte Rote Karte – und setzte damit einen Trend an diesem Abend.
Nachdem er in den Startminuten offensiv von David Knezevic ersetzt wurde, fehlte er plötzlich auch in der Deckung. So bekam Julius Voelkin, der eigentlich auf dem Flügel beheimatet ist, die Aufgabe aufgebrummt, den Kreis auf beiden Seiten zu bespielen.
«Ich glaube, es war nicht allzu schlecht», sagte Voelkin im Nachgang der Partie schmunzelnd. Trotzdem hat es am Ende nicht gereicht, obwohl «ein Punktgewinn möglich gewesen wäre». Vielleicht war gerade Marics Wucht im Angriffsspiel etwas, das dem HSC zumindest diesen einen Punkt hätte einbringen können. Mit Oskar Witczak verlor der HSC ebenfalls noch in der ersten Halbzeit seinen zweiten Mann durch einen direkten Spielausschluss.
Der HSC lag zu diesem Zeitpunkt mit 10:7 in Führung – ein Indiz, dass bis da noch vieles gut lief. So war Trainer Hrachovec aber erneut zur personellen Umstellung gezwungen. Mal stand Philippe Wolfgang am Kreis, dann wieder Voelkin, später zog Hrachovec sogar Sohn David Hrachovec vom Flügel weiter ins Zentrum. Doch egal, wer in der Defensive wo zu Werke gehen musste, der HSC blieb kompakt – biss sich in die Zweikämpfe und hielt dem Gegner stand.
Auf der Gegenseite jedoch lässt sich Ähnliches berichten. Immer wieder prallten die Angriffe der Aargauer auf den massiven Berner Abwehrblock. Und wenn dieser mal durchbrochen wurde, stand der Berner Schlussmann Flavio Wick – ein Mann mit HSC‑Vergangenheit – im Weg zum Torerfolg. Wick beendete die Partie mit einer herausragenden Abwehrquote von 41 Prozent – und holte sich verdientermassen die Auszeichnung zum Mann des Spiels ab.
Zur Pause zwar noch 12:11 in Führung liegend, geriet der HSC zum Start des zweiten Durchgangs immer mehr in Rücklage. Bis zur Hälfte von Halbzeit zwei erspielte sich der BSV einen Dreitorevorsprung. Dieser Aufschwung wurde in der 50. Spielminute bei gellendem Pfeifkonzert mit einem Platzverweis gebremst.
Diese Rote Karte bedeutete auch für das Heimteam den zweiten Ausschluss, nachdem es bereits acht Minuten zuvor einen seiner Abwehrspieler verloren hatte. Dem HSC verlieh dieser Moment neue Energie: Drei Minuten vor Abpfiff erzielte Hrachovec das 24:24. Er war aber auch gleich der Mann, der kurz darauf am Ursprung eines ganz unglücklichen Gegentreffers stand – nach einem Offensivfoul Hrachovecs verschlief der HSC den Torwartwechsel. Tim Aufdenblatten nutzte diesen eiskalt aus und traf aus der Distanz postwendend zur erneuten Berner Führung.
Weil Aufdenblatten – seinerseits führender Torschütze in der Geschichte des HSC Suhr Aarau seit dessen Fusion 2006 – den BSV zuvor wie danach mit Toren versorgte, stehen die Aargauer am Ende ohne Punktgewinn und mit der zweiten Niederlage hintereinander da. Zwar konnten die taktischen und personellen Kniffe von HSC-Trainer Hrachovec die erneute Niederlage nicht verhindern. Sie lieferten aber trotzdem eine Menge Erkenntnisse – etwa, dass Flügel Julius Voelkin am Kreis zu funktionieren scheint.
Bittere Heimniederlage: Als der HSC Suhr Aarau gegen GC Amicitia plötzlich im Dunkeln tappte Der HSC Suhr Aarau kann den Rückenwind des Auswärtssiegs in Stäfa vom Mittwoch nicht mitnehmen und verliert vor eigenem Publikum nach einem unglaublich fehlerbehafteten Auftritt gegen GC Amicitia 23:27Marijan Maric bleibt gegen Stäfa angeschlagen auf der Bank. Beim ungefährdeten 31:21-Sieg testet Petr Hrachovec verschiedene Lösungen für den linken Rückraum und gewinnt dabei wichtige Erkenntnisse. Jannis Scheidiger entwickelte sich beim HSC Suhr Aarau zum Nationalkeeper.
Der verdiente Wechsel zu Kriens-Luzern führte zuerst zur Enttäuschung, dann zum Meistertitel. Weshalb er nun aber trotzdem wieder zurück beim HSC ist. Copyright © Aargauer Zeitung. Alle Rechte vorbehalten.
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