Wieder einmal haben Teile der deutschen Öffentlichkeit Harald Schmidt etwas übel zu nehmen. In der Kritik an dem Entertainer schimmert auch enttäuschte Liebe durch.
Vor bald zwei Jahren befragte ich Harald Schmidt für die NZZ. Es war die Zeit der Pandemie und ich glaube, er war damals nicht in Topform. Einige Pointen meinte ich schon einmal von ihm gehört zu haben, doch das Ergebnis war immer noch witziger als das meiste, was jüngere deutsche Komiker hervorbringen.
Im Gespräch hatte er sich über seinen Impfstatus geäussert: «Mittlerweile habe ich mir eine Olaf-Scholz-Formulierung überlegt: ‹Ich bin auf einem guten und vernünftigen Weg, 2G zu erfüllen.› Mehr möchte ich dazu nicht sagen, sonst gibt’s schnell was auf den Aluhut.» Seither sind Schmidts Kritiker nicht klüger geworden. Kürzlich besuchte er das Sommerfest der «Weltwoche» in Zürich, wo er sich mit zwei Landsleuten ablichten liess, dem früheren Geheimdienstchef Hans-Georg Maassen und dem Journalisten Matthias Matussek.
Wieder einmal waren sie Schmidt auf den Leim gegangen. Der nimmt offenbar nur eines ernst: die letzten Dinge und folglich seinen katholischen Glauben. Thomas Bernhard, den Schmidt schätzt, hat bekanntlich einmal gesagt: «Es ist alles lächerlich, wenn wir an den Tod denken.»
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