Happy Day: Nik Hartmann bringt Witwe Nadine mit Kindern nach Disneyland Paris

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Happy Day: Nik Hartmann bringt Witwe Nadine mit Kindern nach Disneyland Paris
Happy Day, Nik Hartmann, SRF

Die SRF-Show Happy Day kehrt nach der Sommerpause mit besonders emotionalen Geschichten zurück. Nik Hartmann und Kiki Maeder behandeln schwere Schicksale, darunter den Fall von Nadine, die seit zwei Jahren als junge Witwe mit drei Kindern allein dasteht. Das Team schenkt der Familie einen unvergesslichen Tag im Disneyland Paris, der mit einer tiefgreifenden Überraschung endet.

Nik Hartmann kündigt Tränen an – selbst die Unterbrecher-Werbung kommt gelegen Nik Hartmann und Kiki Maeder sind zurück aus der Sommerpause. Zum Auftakt bekommen es die beiden mit besonders emotionalen Geschichten zu tun.

Nik Hartmann und Kiki Maeder sind zurück und «Happy Day» macht keine halben Sachen. Selten waren die Schicksale so schwer. Doch die SRF-Show weiss an diesem Abend ziemlich genau, wann sie die Emotionen sprechen lassen – und wann ein bisschen Leichtigkeit dringend nötig ist. Mehrere schwere Schicksale sorgen für einen aussergewöhnlich emotionalen Abend.

Baschi und die Stubete Gäng sorgen musikalisch für leichtere Momente. Der lange, heisse Sommer sei so trocken gewesen, sagt Nik Hartmann zu Beginn. Doch etwas werde an diesem Abend ganz sicher nicht trocken bleiben: «die Augen». Klar: Trockene Augen bei «Happy Day» wären ungefähr so überraschend wie ein Umbau-Finale ohne emotionale Zusammenbrüche.

Doch an diesem Abend erweist sich Hartmanns Ansage fast noch als Untertreibung. Das zeigt bereits die erste Geschichte. Nadine ist 34 Jahre alt, Mutter dreier Kinder – und seit zwei Jahren Witwe. Ihr Mann und Vater der Kinder hat sich das Leben genommen.

Die junge Mutter steht seither mit ihren Kindern allein da.

«Happy Day» schenkt der Familie einen unbeschwerten Tag im Disneyland Paris. Es gibt leuchtende Kinderaugen und viele Tränen. Für ein paar Stunden darf das Leben tatsächlich so unbeschwert sein, wie Disneyland es verspricht. Ein paar Stunden unbeschwertes Familienglück: Nik Hartmann überrascht die dreifache Mutter Nadine mit einer Reise ins Disneyland Paris – und dort wartet noch eine weitere Überraschung.

Die schönste Überraschung wartet am Ende: Plötzlich stehen auch Nadines Familie und Freunde vor ihr. Nadine bricht in Tränen aus und sagt einen Satz, den kein TV-Produzent besser hätte schreiben können: «Wer solche Menschen hat, muss keine Angst haben im Leben. » Ein Satz, der hängen bleibt. Familie, Freunde, leuchtende Kinderaugen und nach all dem Schweren ein paar Stunden Glück: Genau das ist «Happy Day» in drei Minuten.

Schwer geht es diesmal auch bei Kiki Maeder zu und her. Eigentlich ist Maeder so etwas wie der Sonnenschein der Sendung. Diesmal bekommt aber auch sie schwere Kost serviert. Zunächst überrascht sie Familienvater Thomi, der trotz Krankheit und grosser Belastung bemerkenswert positiv bleibt.

Auch der klassische Umbau ist diesmal weit mehr als neue Möbel, frische Farbe und das obligate Staunen danach. Stephan hat vor vier Jahren völlig unerwartet seine Frau verloren. Für den achtfachen Vater war sie «alles». Besonders das Schlafzimmer steckt voller Erinnerungen.

Seine Kinder wünschen sich, dass ihr 68-jähriger Vater ein neues Kapitel beginnen kann. Maeder muss ihn erst davon überzeugen, diesen Schritt zuzulassen. Sie macht das einfühlsam, aber ohne Betroffenheitsmiene – und wirkt in ihrer Rolle als Aussenreporterin von Sendung zu Sendung souveräner. Kiki Maeder hilft Stephan, vier Jahre nach dem Tod seiner Frau einen schwierigen Schritt zu wagen: Sein Schlafzimmer voller Erinnerungen wird umgebaut und soll Platz für ein neues Kapitel schaffen.

Das gilt auch für Nik Hartmann. Nach einem Jahr ist die Frage, ob er Röbi Koller ersetzen kann, ohnehin erledigt. Hartmann hat seinen eigenen Ton gefunden. Wo Koller gerne noch einen Moment länger bei den grossen Gefühlen blieb, setzt Hartmann zwischendurch auch mal einen Spruch.

Bei so vielen Tränen ist das kein Mangel an Mitgefühl, sondern fast schon Erste Hilfe. Hartmann hat inzwischen den Dreh ziemlich genau heraus, wie viel Leichtigkeit «Happy Day» verträgt. Etwas Luft verschafft auch die derzeitige musikalische Allzweckwaffe von SRF: Baschi. Gerade erst «Donnschtig-Jass», jetzt «Happy Day» – fehlt eigentlich nur noch die «Tagesschau».

Man versteht allerdings, weshalb er so oft gebucht wird. Baschi ist ein guter Showman, wirkt immer echt und hat Gespür für den Moment. Backstage hätten angesichts der schweren Schicksale «alle geheult», erzählt er Hartmann. Es sei nicht einfach, danach musikalisch aufzutreten.

Statt künstlich auf Party umzuschalten, singt er einen gefühlvollen Song, der zum Abend passt. Plötzlich mittendrin statt nur Fan: Sina und Marco dürfen mit der Stubete Gäng auf die Bühne und gemeinsam mit ihren Idolen ein Hit-Medley präsentieren. Für unbeschwertere Minuten sorgt dagegen die Stubete Gäng. Sina und Marco dürfen mit ihren Idolen ein Hit-Medley spielen.

Die jüngere Sina greift zum Mikrofon und wirkt nach wenigen Sekunden, als gehöre die Bühne ihr. Klarinettist Marco dagegen scheint selbst ein wenig überwältigt davon, plötzlich mittendrin zu stehen. Vielleicht ist gerade deshalb beiden so schön anzusehen, was dieser Auftritt für sie bedeutet. Noch einmal schwer wird es mit Toni.

Der ehemalige Buschauffeur leidet an ALS und sitzt im Rollstuhl.

«Happy Day» bringt ihn mit einem Offroad-Rollstuhl auf die Melchsee-Frutt, wo er noch einmal die Bergwelt erleben und fischen kann. Toni ist immer wieder den Tränen nahe – diesmal vor Freude. Und dann scheint sogar die Natur beim Drehbuch mitzuhelfen: Beim ersten Auswurf beisst tatsächlich eine Forelle an. Mehr «Happy Day» geht eigentlich kaum.

Noch einmal die Bergwelt erleben und an einem Bergsee fischen: «Happy Day» erfüllt dem an ALS erkrankten Toni einen Herzenswunsch auf der Melchsee-Frutt. Kurz vor dem Finale gibt es dann aber noch eine ungewohnte Zäsur: Unterbrecher-Werbung bei «Happy Day». Doch wer glaubt, danach werde es leichter, täuscht sich. Ein schwer krankes Kind, Eltern am Anschlag, Jobverlust und finanzielle Sorgen: Direkt vor dem SRF-Studio überrascht «Happy Day» die Familie mit einem Auto.

Auch hier muss die Sendung emotional nicht gross nachhelfen. Danach sieht Stephan sein umgebautes Schlafzimmer. Wieder fliessen viele Tränen. Spätestens jetzt ist klar: Hartmanns Ankündigung vom Anfang war keine Übertreibung.

Und ja: Dass «Happy Day» zwischendurch von einem Werbeblock unterbrochen wird, dürfte nicht allen Fans gefallen. An diesem Abend kommt die Unterbrechung allerdings fast gelegen.

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