Grosser Rat will Femizide in Statistik gesondert ausweisen

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Grosser Rat will Femizide in Statistik gesondert ausweisen
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Das Berner Kantonsparlament hat mit 117 zu 30 Stimmen eine statistische Erfassung geschlechtsspezifischer Tötungsdelikte an Frauen und Mädchen beschlossen. Die SVP kritisiert den Begriff Femizid als politischen Kampfbegriff.

Grosser Rat will Femizid e in Statistik gesondert ausweisen Mit 117 zu 30 Stimmen verlangt das Berner Kantonsparlament eine statistische Erfassung geschlechtsspezifischer Tötungsdelikte. Die SVP kritisiert « Femizid » als politischen Kampfbegriff.

Geschlechtsspezifische Tötungsdelikte an Frauen und Mädchen sollen künftig als solche benannt und statistisch erfasst werden. Das verlangt der bernische Grosse Rat. Er überwies am Mittwoch eine entsprechende Motion von Manuel C. Widmer mit 117 zu 30 Stimmen. Der Regierungsrat hatte die Annahme des Vorstosses empfohlen, warnte jedoch vor einem kantonalen Alleingang.

Zunächst brauche es eine schweizweit einheitliche Definition. Entsprechende Bestrebungen seien im Gang. Bisher existiert in der Schweiz keine offizielle Institution, die Femizide systematisch dokumentiert. Widmer und Mitunterzeichnerinnen der Grünen sowie der FDP, EVP, GLP und SP definierten den Begriff Femizid als Tötung von Frauen oder Mädchen im Kontext patriarchaler Geschlechterdifferenzen.

Damit lösten sie Widerspruch von Teilen der SVP aus. Statistik solle Fakten liefern, nicht politische Interpretationen, sagte Mathias Müller .

«Femizid» sei ein politischer Kampfbegriff, der nicht in eine behördliche Statistik gehöre. «Ein Mord bleibt ein Mord, egal ob ein Mann oder eine Frau betroffen ist. »

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