Globales Zahlungssystem CIPS: China greift Dominanz von Dollar an

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Globales Zahlungssystem CIPS: China greift Dominanz von Dollar an
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Chinesische Währung gewinnt im globalen Handel an Bedeutung

Währung als Druckmittel: China versucht seit gut zehn Jahren, eine Alternative zum US-Dollar-Zahlungssystem aufzubauen, und verzeichnet erste Erfolge. Denn der Dollar ist die stärkste ökonomische Waffe der USA und die weltweit wichtigste Währung im Handel.

Bei Konflikten droht die US-Regierung den entsprechenden Ländern und Firmen, sie von Dollar-Zahlungen auszuschliessen. Diese Drohung wurde im Steuerstreit gegen Schweizer Banken eingesetzt, gegen Russland, den Iran sowie weitere Länder und Organisationen. Gewaltige Summen: China startete 2015 mit dem eigenen Zahlungssystem Cross-Border Interbank Payment System . Täglich werden über diese Plattform fast 38'000 grenzüberschreitende Zahlungen abgewickelt im Wert von 923 Milliarden Yuan.

Das sind umgerechnet 137 Milliarden Dollar, die pro Tag die Hand wechseln. Die Transaktionen haben sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. Im vergangenen Jahr zusammengerechnet waren es Zahlungen von 180'152 Milliarden Yuan, umgerechnet fast 26'900 Milliarden Dollar. Erfolg in Afrika: Das chinesische Zahlungssystem findet derzeit vor allem in Afrika Anklang und unterstreicht die zunehmende Bedeutung von China auf dem Kontinent.

China hat vor ein paar Monaten mehr als 50 Ländern die Zolltarife auf Importe gestrichen. Im vergangenen Jahr hat der Handel zwischen China und Afrika um 18 Prozent zugenommen, im Vergleich zum Vorjahr. Afrikanische Firmen bezahlen die chinesischen Produkte zunehmend über das chinesische System direkt in Yuan, und nicht mehr wie zuvor in Dollar. Verschiedene Länder wie Kenya wandeln ihre Schulden von Dollar in Yuan um.

Kurz: Die chinesische Währung wird auf dem afrikanischen Kontinent immer wichtiger und ist zumindest eine Ergänzung zum Dollar und anderen Währungen. Vereinbarung mit Libyen: Jüngstes Beispiel für die Expansion des chinesischen Zahlungssystems in Afrika ist Libyen. Das Land hat diesen Sommer beschlossen, sein Geschäftsbankensystem an CIPS anzubinden. China wiederum hat die entsprechenden Zusagen und Lizenzen erteilt.

Libyen ist ein bedeutender Lieferant von Erdöl. Mit dem Anschluss ans chinesische Zahlungssystem können libysche Importeure und chinesische Ölabnehmer Zahlungen direkt in Yuan abwickeln – ohne den zeit- und kostenintensiven Umweg über US-Dollar-Intermediärbanken gehen zu müssen. Von der Vereinbarung sollen sowohl chinesische als auch libysche Firmen profitieren, denn die Transaktionen sind schneller und unkomplizierter.

Harter Stand in Europa: In Afrika können sich das chinesische Zahlungssystem und der Yuan langsam etablieren – in Europa und den USA andererseits dominiert das westliche Zahlungssystem Swift. Die meisten Banken der Welt sind über das Zahlungssystem Swift miteinander verbunden. Das System ermöglicht Zahlungen von einem Ende der Welt zum anderen. Insgesamt haben sich mehr als 11'000 Banken und Geldinstitute aus 200 Ländern dem System angeschlossen.

Im Vordergrund steht der sichere Austausch von Daten. Der Dollar bleibt klar die wichtigste Währung im globalen Zahlungssystem, auch wenn China in Afrika mit der eigenen Währung an Bedeutung gewinnt.

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