Geschlechtswechsel soll wieder schwierig werden

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Geschlechtswechsel soll wieder schwierig werden
Geschlechtseintrag, Gesetz, Nina Fehr Düsel

Ein neuer Vorstoss will mit strengeren Regeln für Geschlechtsänderungen Missbrauch verhindern. Transpersonen wehren sich dagegen und fordern Einzelkabinen.

Ein neuer Vorstoss will mit strengeren Regeln für Geschlecht sänderungen Missbrauch verhindern. Transpersonen wehren sich dagegen und fordern Einzelkabinen. Seit vier Jahren können Personen ihr Geschlecht unbürokratisch ändern lassen.

«Zynisch», findet ein Vertreter des Transgender Networks Switzerland das Vorhaben. Mit Beginn der Hormontherapie fasst der Zürcher den Entschluss, sich auch amtlich von seinem männlichen Geschlecht zu verabschieden. Auf dem Zivilstandsamt seiner Wohngemeinde meldete er sich zum Termin für die Änderung des Geschlechtseintrags an. Geschminkt und in femininer Kleidung geht er eine Woche später auf die Gemeinde.

«Die Zivilstandsbeamtin empfing mich im Trauzimmer», sagt die heutige Transfrau zu Nau.ch. «Dort fragte sie, ob ich sicher sei, worauf ich mich einlasse. » Menschen mit Transidentität oder einer Variante der Geschlechtsentwicklung können ihr Geschlecht und ihren Vornamen im Personenstandsregister rasch und unbürokratisch ändern. » rückgängig machen will.

«Es ist heute zu einfach, seinen Geschlechtseintrag anzupassen», sagt Fehr Düsel zu Nau.ch. «Das Missbrauchspotenzial ist deshalb gross. »Eine Transfrau besuchte den dortigen FKK-Bereich für Frauen. Einige Badegäste fühlten sich durch ihre Anwesenheit jedoch gestört.

Grund dafür war, dass die Transfrau männliche Geschlechtsmerkmale aufwies. Laut der-Nationalrätin im Vorstoss, welcher der Redaktion vorliegt.

«Wenn plötzlich Personen, die als Frau ‹gelesen› werden, aber eigentlich Männer sind, die Bereiche betreten. » Letztere seien explizit als Rückzugsort für Frauen gedacht. Die Juristin Nina Fehr-Düsel fordert in ihrem Vorstoss, dass Frauenrechte wieder konsequent geschützt werden. Es dürfe nicht so weit kommen, dass sich Männer als Frauen ausgäben, sagt sie.

«Um zum Beispiel in Damengarderoben und -Toiletten Frauen zu belästigen. »«Die Zivilstandsbeamtin empfing mich im Trauzimmer», sagt eine Zürcher Transfrau, die das Geschlecht unkompliziert anpassen lassen konnte. - zVg. SVP-Nationalrätin Nina Fehr Düsel reicht demnächst einen Vorstoss ein, der den «Personenstands-Eintrag für 75 Franken» rückgängig machen will.

- keystoneNina Fehr Düsel sieht Missbrauchspotenzial des Geschlechtseintrags im Falle von Garderoben. - pexels Weiteres Missbrauchspotenzial des Geschlechtseintrags sieht sie im Militär und Sport.

«So kann ein Mann die Rekrutierung einfach umgehen oder für erfolgreichere Resultate in der Frauenkategorie antreten. »anpassen lassen wollten, ein Gesuch beim Zivilgericht einreichen. Auch brauchten sie die Bestätigung einer psychologischen oder psychiatrischen Fachperson.

Zudem kostete die Änderung mehrere hundertfunktioniert und es funktioniert gut», sagt Jann Kraus. Er ist Vorstandsmitglied des TGNS. Er macht auf das Mindestalter von 16 Jahren für die Änderung des Geschlechtseintrags aufmerksam.

«Mit der expliziten Altersgrenze für eine alleinige Entscheidung handelt es sich sogar um eine Verschärfung im Vergleich zu vorher. » Transpersonen meiden laut Jann Kraus, Vorstandsmitglied von Transgender Network Switzerland, generell Orte, an denen sie sich wenig oder unbekleidet zeigen müssten. - pexels Selbst der erleichterte Prozess der Personenstandsänderung ist für Transpersonen laut Kraus mit viel Stress und Sorge um Diskriminierung verbunden. - unsplashzu überdenken.

«Mittlerweile ist es salonfähig geworden, das Sommerloch mit transfeindlicher Panikmache zu füllen», sagt Kraus. «Dies ändert nichts an der Sachlage und den Fakten. »für ihre Zwecke zu missbrauchen.

«Und haben schnell gemerkt, dass Täuschung und Betrug ohnehin strafbar und für sie insgesamt nicht tragbar sind. » «Cis Männer» sind Personen, die mit männlichen Geschlechtsmerkmalen geboren wurden und sich selbst als Männer identifizieren. Hürden bei der Anpassung des Geschlechtseintrags zu schaffen, ist für Jann Kraus nicht die Lösung gegen Belästigung in Garderoben.

«Wer wirkliche Lösungen schaffen will, setzt sich ein für das flächendeckende Vorhandensein von Einzelkabinen in Umkleiden», sagt er. Zudem seien Nacktbereiche für eine Vielzahl von Menschen aus unterschiedlichen Gründen sehr heikle Orte. Auch seien Transpersonen häufig Opfer vonund Sorge um Diskriminierung verbunden.

«Diese Entscheidung ist wichtig für die Betroffenen und das Coming-out vor den Behörden verursacht vielAuch aus sportlicher Sicht unterstützt das TGNS den Vorstoss nicht. Viele Transpersonen müssten sich damit abfinden, aus allen Sportarten und Kategorien ausgeschlossen zu werden – selbst vom Dartspielen, sagt Kraus.

«Es ist daher sehr zynisch, nur darüber zu reden, wie einige cis Männer dieses kleine Zugeständnis missbrauchen könnten. »

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