Die drei französischsprachigen Gemeinden in der Schweiz haben gegen ein neu verabschiedetes Gesetz klagen wollen, das das Tragen von Burkinis und anderen langen Badebekleidungen vor UV-Strahlen im öffentlichen Schwimmbad untersagt. Die Regel soll die Besuchergesundheit schützen, wird aber von Martin Staub als diskriminierend und nicht im öffentlichen Interesse gesehen. Stimmen aus der Mitte-Partei differieren, während das Thema auch in anderen Schweizer Kantonen kontrovers diskutiert wird.
berichtet, hat die Gemeinde Vernier Beschwerde dagegen eingelegt. Auch die Gemeinden Carouge und Lancy gaben bekannt, Beschwerde einzulegen. Die rechte Mehrheit im Grossen Rat hatte den Vorstoss der SVP im März angenommen.
Explizit genannt werden Burkinis in der Vorschrift zwar nicht, faktisch aber ist das Tragen von Burkinis nicht mehr erlaubt. Die Regel gilt nicht nur im Becken. Laut Vorschrift ist es in Ordnung, «einteilige oder zweiteilige Badeanzüge, deren maximale Länge bis zu den Knien reicht und die Arme frei lässt» zu tragen. Damit verstösst auch lange, vor UV-Strahlen schützende Kleidung gegen das Gesetz.
Martin Staub, Gemeindepräsident von Vernier, sieht darin einen Verstoss gegen die Gesundheit der Menschen.
«Das Gesetz erfüllt kein öffentliches Interesse. Es ist also ein Gesetz, das nutzlos und sogar problematisch ist», sagt Staub. Jean-Marc Guinchard von der Mitte-Partei sieht keinen Grund für die Gemeinden, Berufung einzulegen.
«Das Gesetz gebe den Gemeinden die Freiheit, UV-Schutzkleidung für Kinder und Erwachsene zu erlauben», so Guinchard. Darüber besteht jedoch Uneinigkeit, da ein entsprechender Änderungsantrag vom Parlament abgelehnt wurde. Der Gemeinde Vernier geht es aber auch um die Diskriminierung gegen Frauen und dass das Gesetz ursprünglich«Man befiehlt den Personen und vor allem den Frauen, was sie tragen müssen», so Staub. Er verweist in erster Linie auf das Fehlen eines klar definierten öffentlichen Interesses.
Die Berufung beim Verfassungsgericht soll nun eine «aufschiebende Wirkung» zur Folge haben. Ziel ist es, die Anwendung des Gesetzes so lange auszusetzen, bis die Justiz über die Sache entschieden hat. Was eine Fachperson zum Verbot langer Kleidung in Schwimmbecken sagt und wie es um Badekleideordnungen in Zürich und Basel steht, lesen Sie
Schwimmbekleidung UV-Schutz Diskriminierung Verfassungsgericht Gemeinde Vernier
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Widerstand gegen Burkini-Verbot in Genfer SchwimmbädernDer Streit um das Burkini-Verbot in Genfer Schwimmbädern beschäftigt nun die Justiz. Die Stadt Vernier hat das neue kantonale Gesetz vor Gericht angefochten.
Weiterlesen »
Burkini-Verbot in Genf – Beschwerde soll Gesetz stoppenDie Gemeinde Vernier hat gegen die neuen Bekleidungsvorschriften für Genfer Schwimmbäder Beschwerde eingelegt.
Weiterlesen »
Kanti Wettingen: Wandgemälde nach Vandalenakt restauriert werden sollDas beschädigte Wandgemälde an der Kanti Wettingen soll restauriert werden. Die Künstlerin und die Schule suchen nach einem Weg, das Gemälde zu erhalten. Der Kanton Aargau möchte das Feld nicht räumen und den Vandalen preisgeben. Der Rektor hat Gespräche mit einem Restaurator aufgenommen, um das Gemälde zu retten. Es gibt drei Möglichkeiten, das Gemälde zu retten: die Wand wieder weiß zu überputzen, die Sprayer-Tags zu integrieren oder die schwarzen Übermalungen abzutragen und das Gemälde anschliessend zu restaurieren. Die Kanti Wettingen wird sich nächste Woche für eine der Möglichkeiten entscheiden. Die Künstlerin möchte das Gemälde restaurieren, auch wenn die Wunden und Narben sichtbar bleiben werden, die der Vandalenakt hinterlassen hat. Es gibt auch eine Belohnung von 3000 Franken für Hinweise auf die Täter. Der Rektor setzt bei der Suche nach den Tätern auch auf Unterstützung von Badener Kantischülern. Es gibt neue Details zu Konsequenzen für Badener Kanti-Schüler, die an den Ereignissen beteiligt waren. Die Schüler, die von der Schule weggewiesen werden, müssen ihr Maturazeugnis beim Rektor abholen. Es gibt auch Optionen für Schüler, die von der Schule weggewiesen werden.,
Weiterlesen »
Gemeinden legen Beschwerde gegen Badekleiderregelung einDie Gemeinden Vernier, Carouge und Lancy haben Beschwerde gegen eine neue Regelung im Kanton Genf eingereicht, die länger Badekleidung verbietet. Das Gesetz, das Badeanzüge auf eine maximale Länge bis zu den Knien beschränkt, wird als diskriminierend und ohne öffentliches Interesse kritisiert. Die Beschwerde soll eine aufschiebende Wirkung haben, bis das Verfassungsgericht entscheidet.
Weiterlesen »




