Die Stimmberechtigten von Bern und Ostermundigen entscheiden am 22. Oktober über die bislang grösste Gemeindefusion im Kanton Bern. Am Ja der Stadt zweifelt kaum jemand. Doch in Ostermundigen ist die Skepsis gross.
Die Gegner sprechen von einer Mogelpackung: In Tat und Wahrheit gehe es nicht um eine Fusion, sondern um eine Eingemeindung der Vorortsgemeinde mit ihren 18›000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Das heute selbstbestimmte Ostermundigen würde zu einem Stadtquartier herabgestuft und hätte faktisch nichts mehr zu melden.
Klar ist eines: Beide Gemeinden müssen der Fusion zustimmen, damit sie Tatsache wird. In Ostermundigen wird ein knappes Resultat erwartet. Auf welche Seite es kippt, dürfte massgeblich von der Mobilisierung der Lager am eidgenössischen Abstimmungssonntag zusammenhängen. «Künstliche Grenze»In der Stadt Bern wirft die Vorlage keine grossen Wellen. Das Parlament stimmte deutlich zu, die Stadtregierung hat sich unmissverständlich für den Zusammenschluss ausgesprochen. Bern hätte neu 163’000 Einwohnerinnen und Einwohner und würde Lausanne als viertgrösste Stadt der Schweiz ablösen.
Warnung vor «rotgrünem Joch»Widerstand gibt es in der Bundesstadt vor allem von der SVP. Sie warnt Ostermundigen davor, sich «dem rotgrünen Joch zu unterwerfen». Beim Freisinn und bei der Mitte-Partei hält sich die Begeisterung in Grenzen, beide haben Stimmfreigabe beschlossen. Die mittel- und langfristigen Kosten der Fusion seien ungewiss.
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
1:3-Niederlage des SCB: Bern verliert das Zähringer Derby in FribourgDer SCB bekundet im Zähringer Derby Mühe mit Gottérons Defensivspiel und verliert 1:3. Das Berner Wiedersehen mit Chris DiDomenico bleibt ruhig.
Weiterlesen »
Israel: Das sagt die israelische Botschafterin in Bern über den GrossangriffNach dem Grossangriff der Hamas am Samstagmorgen holt Israel nun zum Gegenangriff aus. Im Interview mit 20 Minuten äussert sich jetzt die israelische Botschafterin in der Schweiz.
Weiterlesen »
Zu Besuch bei den Glarner Eidgenossen im Bundeshaus in BernDer Fotograf der «Glarner Nachrichten» hat vor einer Woche zum Ende der Herbstsession in Bern im Bundeshaus fotografiert – auch Nebenschauplätze.
Weiterlesen »
Israel-Botschafterin in Bern - «Die Situation ist noch nicht ausgestanden»itemprop=description content=Der massive Angriff der Hamas hat Israel völlig überrascht. Er traf das Land genau 50 Jahre nach dem Jom-Kippur-Krieg. Monatelang hat sich Israel vor allem mit internen Streitereien befasst - der Angriff aus dem Gaza-Streifen kam völlig unerwartet. Meine Kollegin Sabine Gorgé hat in Bern die israelische Botschafterin in der Schweiz getroffen:
Weiterlesen »