Franz von Assisi: Heiliger der Armut, Schöpfung und des Friedens

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Franz von Assisi: Heiliger der Armut, Schöpfung und des Friedens
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Franz von Assisi ist heute vor allem als Symbol für eine radikale Kritik an Reichtum und Macht, für die Wertschätzung der Schöpfung und für den Einsatz für den Frieden bekannt. Der Gründer des Franziskaner-Ordens inspiriert auch eine aktuelle Spiritualität, die sich für soziale Gerechtigkeit, den Schutz der Natur und den interreligiösen Dialog engagiert.

Franz von Assisi: In brauner Kutte und Sandalen predigte er Vögeln und nannte den Wolf von Gubbio seinen Bruder. Franziskus, der Gründer des Franziskaner -Ordens, gilt als der beliebteste christliche Heilige.

Dabei war er «unbequem»: Er geisselte Reichtum und Machtstreben als unchristlich. Er predigte Menschen, sich nicht als «Krone», sondern als Teil der geschwisterlichen Schöpfung Gottes zu verstehen. Aktueller geht es kaum. Anfang Bildergalerie Bildergalerie überspringen Ende der Bildergalerie Zurück zum Anfang der Bildergalerie.

Franz, der radikale Reichtumskritiker Geboren in die Elite Umbriens, kritisierte Franz seinen reichen Vater als scheinheilig. Er verliess ihn, um ein Leben wie Jesus zu führen: in Armut und als wandernder Bettelmönch. Rasch schlossen sich Menschen an. Aus dieser Armuts- und Büsserbewegung entstand die grösste christliche Ordensgemeinschaft: die franziskanische.

Kurzbiografie: Franz von Assisi Box aufklappen Box zuklappen Franz, der Tiere und die Mutter Erde liebt Allein seine Beziehung zu den Geschwistern, den Tieren, und zur Natur machen Franziskus heute anschlussfähig. Auch für nichtchristliche Menschen, Stichwort: Naturspiritualität. Die bleibt – franziskanisch weitergedacht – aber nicht rein betrachtend und kontemplativ. Als christliche Schöpfungsethik engagiert sie sich gegen den Raubbau an Natur und Mensch.

Franz von Assisi muss – wegen seiner fundamentalen Kapitalismuskritik verknüpft mit Naturmystik – auch politisch gelesen werden. So tat es der erste Papst namens Franziskus in seiner Enzyklika von 2015. Deren Titel «Laudato si» spielt an auf den Sonnengesang des Heiligen Franziskus. Der Sonnengesang ist eine zeitlos aktuelle Schöpfungshymne.

Ein vielfach vertonter Text: von Gregorianik bis Pop, von Olivier Messiaen bis Angelo Branduardi. Franz, der mitten im Krieg zum Dialog für Frieden aufbricht Eine dritte aktuelle Botschaft des Franz von Assisi ist der interreligiöse Dialog für den Frieden.

«Assisi» wird heute mit Friedensappellen verknüpft, die seit 1986 von dort ausgehen. Damals rief Papst Johannes Paul II. erstmals zu einem interreligiösen Friedensgebet auf. Es ist mittlerweile etabliert. Der Bezug zum historischen Franz von Assisi ist dessen friedvoller Besuch beim muslimischen Sultan in Ägypten, mitten während der Kreuzzüge.

Das wird heute als ein Religionsgespräch für den Frieden gedeutet. Die Deutungsgeschichte ist breiter und bunter als das, was man über diesen Franz von Assisi tatsächlich weiss. Das ist typisch für Heiligenlegenden, betont Mystikforscher und Yale-Professor Volker Leppin in seinem neuen Buch über Franziskus, den «unbequemen» Heiligen. Es ist neben vielen Weiteren im 800.

Todesjahr des Heiligen 2026 erschienen. Buchtipps Box aufklappen Box zuklappen Sternstunde Religion Assisi – Der Weg des Franziskus Kultur Laufzeit 14 Minuten. 14 Minuten Video auf Play SRF anschauen Jetzt streamen

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