Fortitudo Gossau startet stark, Fides mit Anlaufproblemen

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Fortitudo Gossau startet stark, Fides mit Anlaufproblemen
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Fortitudo Gossau steht nach dem Saisonstart ungeschlagen auf Rang zwei. Der SV Fides hat dagegen nach fünf Spielen erst einen Meisterschaftssieg auf dem Konto.

Im Handball der Nationalliga B sind die beiden St.Galler Vereine Fortitudo Gossau und der SV Fides unterschiedlich in die Saison gestartet. Fortitudo Gossau und der SV Fides sind unterschiedlich in die Saison der Nationalliga B gestartet.

Fides hat nach vier Niederlagen und nur zwei Punkten im letzten Drittel der Tabelle Mühe, die angestrebte vordere Tabellenhälfte zu erreichen.26 Runden sind in der Meisterschaft 2026/2027 im Handball der Nationalliga B bis Mitte April des kommenden Jahres zu spielen. Werden die Cupspiele zum Gesamtprogramm gerechnet, ist ein Fünftel der Saisonpflichtspiele bereits absolviert. Die erste Bilanz zeigt, dass die beiden St.Galler Vereine, SV Fides und Fortitudo Gossau, unterschiedlich unterwegs sind.

Bei den Stadtsanktgallern resultierte aus den fünf Meisterschaftspartien nur der 34:29-Sieg gegen Möhlin und der 31:12-Cuperfolg gegen den Erstligisten Andelfingen. Die Gossauer dagegen zeigten sich mit drei Siegen in der Meisterschaft und deren zwei im Cup in vorzüglicher Verfassung. Als Zweite der aktuellen Rangliste präsentieren sie sich ungeschlagen und damit im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich verbessert und gefestigter.

«Dass wir so gut in die Saison gestartet sind, ist erfreulich und erklärbar. Vor einem Jahr mussten wir uns nach dem Aufstieg aus der 1. Liga zuerst an die Nationalliga B gewöhnen. Dazu kam, dass wir im Team einen grossen Umbruch hatten.

Alles brauchte seine Zeit. Jetzt aber sind wir eingespielt und haben eine sehr gute Stimmung», erklärt Daniel Stahl, der seit Januar 2024 im Fürstenland als Trainer das Sagen hat. Sein Team hat eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern, solchen mit internationaler Erfahrung und anderen, die ihr Können bisher nur im regionalen Bereich zeigen konnten. So reicht die Kaderbreite vom Jahrgang 2010 bis zum Jahrgang 1989 .

Eine zentrale Rolle im gesamten Fortitudo-Gebilde kommt Bujar Ramosaj zu. Vordergründig sprechen seine bisherigen 33 Tore, die ihn zum Topskorer machen, für den 31‑jährigen Kosovaren. Doch es sind viele Qualitäten, die ihn zum Schlüsselspieler machen.

«Er gibt immer alles von sich. Er ist für unser Team extrem wichtig», lobt sein Trainer. Ursprünglich galt der Ex-Internationale dank seiner physischen Präsenz, seiner Zweikampfstärke und seiner taktischen Übersicht vor allem als herausragender Abwehrspieler. Doch auch in der Offensive setzt er dank seiner Gardemasse von 198 cm Grösse und 100 kg Gewicht entscheidende Akzente.

«Ich bin der Abwehrchef, kann aber im Angriff auf allen Positionen eingesetzt werden», erklärt Ramosaj. Eine einzige Position gibt es, die er nicht übernehmen will.

«Ins Tor will ich nicht. Das habe ich auch unserem Trainer gesagt. » Das akzeptiert Stahl problemlos und ergänzt dann: «Für ihn ist seine Vielseitigkeit eher ärgerlich, denn so muss er praktisch in jedem Spiel während 60 Minuten Vollgas geben. Das fällt ihm aber nicht schwer, denn er hat einen unbedingten Wille, ist sich für nichts zu schade und gibt immer vollen Einsatz.

» Abseits des Handballfeldes ist der Hüne ein angenehmer, eher ruhiger und bescheidener Familienmensch. Beruflich arbeitet er zu 100 Prozent als Krankenpfleger im Kantonsspital Münsterlingen. Trotzdem findet er, dass Fortitudo eigentlich mehr als nur vier Trainings pro Woche nötig hätte, denn das Ziel sei es ja, an der Spitze der Nationalliga B mitzuhalten. Von dieser Spitze ist derzeit der SV Fides weit entfernt, obwohl er sich als Zielsetzung die vordere Tabellenhälfte gesetzt hat.

Nach der vierten Niederlage am Mittwochabend mit dem 20:23 gegen den Leader BSV Stans verbleiben die St.Galler mit nur zwei Punkten im letzten Drittel der Rangliste.

«Wir haben schwierige Spiele gegen Teams der vorderen Tabellenhälfte hinter uns. Wir sind leistungsmässig noch nicht dort, wo wir sein wollen. Unsere Findungsphase ist noch in einem laufenden Prozess. Aber mein Job macht mir Spass», erklärt Max Höning.

Er ist seit dieser Saison als Nachfolger von Julian Rauch Trainer bei Fides. Gleichzeitig spielt der Linkshänder in seiner schon siebten Saison in der Nationalliga A bei St.Otmar. Der 33‑jährige Deutsche hat zuvor Nachwuchsmannschaften trainiert. Nun ist er erstmals im Aktivbereich Teamverantwortlicher.

«Diese Umstellung ist auch für mich ein Lernprozess. Früher war es meine Aufgabe, Nachwuchsleute zu formen. Jetzt geht es darum, mehrheitlich fertige Persönlichkeiten zu führen. »Wenn Max Höning als Spieler bei St.Otmar im Einsatz ist, übernehmen mit dem bisherigen Assistenten Daniel Berger und Rolf Erdin zwei erfahrene Fachmänner die Aufgaben des Cheftrainers.

Für Erdin ist es eine Rückkehr ins Traineramt. Der ehemalige Internationale war von 2012 bis 2018 Trainer bei Fortitudo Gossau, von 2018 bis 2020 und für die Playoffs 2023 in gleicher Funktion beim LC Brühl.

«Max Höning hat mich gefragt, ob ich ihm und dem SV Fides helfen könne. Da die zeitliche Belastung mit einem Training für mich pro Woche und einigen wenigen Spielen überschaubar ist, habe ich unkompliziert zugesagt», erklärt der 49‑Jährige sein Comeback. Seine Erfahrung dürfte willkommen sein, denn die Altersspanne im Team reicht vom 18-jährigen Gian-Lorin Alder bis zum 40-jährigen Robert Weber. Er führt den TSV St.Otmar St.Gallen auf dem Spielfeld an: Captain Max Höning.

Der 32-Jährige, der unter anderem schon in der Deutschen Bundesliga auf dem Platz stand, spricht im Sporttalk über den guten Saisonstart der Mannschaft – aber auch über Teamspirit, Drucksituationen und seine Ziele mit den Handballern aus der Gallusstadt.

«Wollen der beste regionale Verein sein»: NLB startet mit Derby zwischen Gossau und St.Gallen Direkt im ersten Spiel der Handball-NLB treffen Fortitudo Gossau und Fides St.Gallen aufeinander. Während sich bei den Gossauern wenig verändert, steht bei Fides mit dem NLA-Spieler Max Höning ein neuer Mann an der Seitenlinie. So schätzen die Trainer ihre Teams ein. Der SV Fides setzt bei der Trainersuche auf eine interne St.Galler Lösung.

Der neue Coach Max Höning bleibt gleichzeitig Captain bei St.Otmar in der Nationalliga A. Sein Vorgänger Julian Rauch kehrt dagegen zu seinem Stammverein Bregenz zurück. Copyright © St. Galler Tagblatt. Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von St. Galler Tagblatt ist nicht gestattet.

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