Floorball Thurgau gewinnt sein Champions-Cup-Debüt gegen Mlada Boleslav mit 6:4. Über 700 Zuschauer sehen in Amriswil einen historischen Sieg.
Floorball Thurgau hat sein erstes Spiel im Champions Cup gewonnen. Am Mittwochabend besiegten die Thurgauer den tschechischen Double-Gewinner Mlada Boleslav in Amriswil mit 6:4 (2:1, 0:2, 4:1). Über 700 Zuschauerinnen und Zuschauer feierten im Tellenfeld die grossartige Leistung.
Starker Start und Führung
Die Thurgauer starteten stark in die Partie. Nach dem 0:1-Rückstand in der 6. Minute glich Niklas Graf nur zwei Minuten später aus. In der 13. Minute brachte Elia Seiler sein Team mit einem herrlichen Hocheckschuss erstmals in Führung. Mika Hänni gab die Vorlage.
Im Mitteldrittel drehten die Tschechen die Partie von 1:2 auf 3:2. Doch Thurgau kämpfte sich zurück. Pablo Mariotti nutzte die einzige Zweiminutenstrafe gegen Mlada Boleslavs Jiri Besta zu Beginn des Schlussdrittels mit einem traumhaften Weitschuss zum 3:3.
Elia Seiler als Matchwinner
Elia Seiler avancierte zum Matchwinner. Nur elf Sekunden nach Helins 4:3 erzielte er das 5:3. Mit seinem Treffer ins leere Tor 28 Sekunden vor Schluss machte er den 6:4-Endstand perfekt. Seiler beendete die Partie mit drei Toren.
Die Thurgauer zeigten eine taktisch starke Leistung. Trainer Jukka Ruotsalainen musste auf den Finnen Markus Sipronen und den Schweizer Jamie Britt verletzungsbedingt verzichten. So spielten die Violas nur mit zwei Ausländern, überzeugten aber als Team.
Bedeutung des Sieges
Der Sieg ist für Floorball Thurgau von grosser Bedeutung. Es ist die erste Teilnahme am Champions Cup überhaupt. Gegen einen Gegner, der in der heimischen Liga seit 67 Spielen unbesiegt ist und im Vorjahr Rychenberg Winterthur aus dem Wettbewerb warf, war dieser Erfolg nicht zu erwarten.
Das neue Wettkampfformat mit nur 14 statt 22 Spielern und drei Dritteln à 15 Minuten kam den Thurgauern entgegen. Der junge Kader konnte seine Vorteile ausspielen. Captain Ramon Zenger und seine Teamkollegen fanden schnell in den hohen Rhythmus.
Das Rückspiel findet am 1. Oktober um 18.30 Uhr in Mlada Boleslav statt. Da im Unihockey-Europacup das Torverhältnis nicht zählt, käme es bei einer Thurgauer Niederlage zu einer Verlängerung. Die Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale stehen gut.
Die Partie war von Kontroversen begleitet. Wegen kurzfristiger Regeländerungen hatte Thurgau sogar einen Boykott in Betracht gezogen, spielte aber schliesslich mit. Der Sieg dürfte die Bedenken zerstreut haben.
Bereits am Samstag zuvor hatten die Thurgauer in der neuen Saison auswärts gegen Langnau einen 3:1-Vorsprung verspielt und nach Verlängerung 3:4 verloren. Nun liegt der Fokus auf dem Supercup am Samstag um 18.00 Uhr in Winterthur gegen Meister HC Rychenberg.
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