Ergebnisse und Berichterstattung zu den Viertelfinals der French Open: Flavio Cobolli setzt sich nach Satzrückstand gegen den topgesetzten Félix Auger-Aliassime durch und steht erstmals im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Zudem erreicht auch Matteo Arnaldi nach der Aufgabe von Matteo Berrettini das Halbfinale, sodass ein italienischer Finalist garantiert ist. Schweizer Junior Flynn Thomas scheitert bereits im Achtelfinale.
Der dritte Durchgang beim Roland-Garros-Viertelfinale zwischen Flavio Cobolli und Félix Auger-Aliassime entwickelte sich zum Wendepunkt des Matches. Nach ausgeglichenem Stand von 1:1 in den Sätzen zeigte der Italiener die stärkeren Nerven.
Während Auger-Aliassime insgesamt sieben Breakchancen in drei Returngames vergab, nutzte Cobolli seine einzige Gelegenheit sofort und erzwang das entscheidende Break zum 4:3. Nach hartem Kampf stabilisierte sich die Weltnummer 14, sicherte sich den Satz und ließ den Kanadier fortan keine Chancen mehr. Im vierten Satz blieb Cobolli beim eigenen Aufschlag absolut sicher und verwertete erneut die einzige Breakchance zum 3:2.
Nach 3 Stunden und 24 Minuten jubelte der 24-Jährige über einen 4:6, 6:4, 6:4, 6:4 Erfolg und erreichte damit zum ersten Mal das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Im Achtelfinale war für den Schweizer Junior Flynn Thomas bereits Schluss. Der 17-Jährige unterlag dem an Position drei gesetzten Deutschen Jamie Mackenzie mit 6:4, 0:6, 2:6. Auch im Doppel, wo er an der Seite des Brasilianers Leonardo Storck Franca antrat, scheiterte er nach nur 47 Minuten mit 4:6, 1:6 an der topgesetzten US-Paarung Hance/Kennedy.
Zu Beginn des Viertelfinals hatte nicht viel auf den späteren Triumph Cobollis hingedeutet. Auger-Aliassime glich einen frühen Break-Rückstand im ersten Spiel aus und holte sich den hart umkämpften ersten Satz nach 66 Minuten mit 6:4. Auch im zweiten Durchgang wehrte die Weltnummer fünf zunächst einen Breakball ab und erzielte selbst ein Break zum 3:1. Doch Cobolli gelang das sofortige Rebreak und leitete damit die Wende ein.
Auger-Aliassime wird am Montag erstmals in seiner Karriere in die Top vier der Weltrangliste vorstoßen, was ihn über das frühe Aus und die verpasste Chance auf seinen ersten Grand-Slam-Final jedoch kaum hinwegtäuschen dürfte. Eine weitere Chance auf einen italienischen Finalteilnehmer bietet sich durch Matteo Arnaldi. Der 25-jährige Italiener musste nach seinen Marathon-Partien in den vorherigen Runden diesmal nicht über die volle Distanz gehen. Sein Namensvetter Matteo Berrettini warf im letzten Viertelfinale beim Stand von 5:7, 2:5 das Handtuch.
Berrettini, der Wimbledon-Finalist von 2021, startete optimal mit zwei frühen Breaks und führte schnell 3:0. Arnaldi fand jedoch besser ins Spiel und sicherte sich den ersten Satz nach 76 Minuten dennoch. Im zweiten Durchgang musste Berrettini sich am linken Oberschenkel behandeln lassen und gab nach exakt zwei Stunden mit Tränen in den Augen auf. Damit steht fest: Trotz des frühen Ausscheidens von Weltranglisten-Erstem Jannik Sinner und des Rückzugs von Lorenzo Musetti wird ein Italiener das Finale erreichen.
Während Cobolli erstmals das Halbfinale bei einem Grand Slam erreicht, war das Viertelfinale für Arnaldi bereits Neuland. Welcher der beiden Italiener den Weg ins Finale schafft, zeigt sich am Freitag live bei SRF
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