Eine neue Studie der Vanderbilt University im amerikanischen hat die Rolle von Fieber im Immunsystem untersucht. Die Forschung zeigt, dass Fieber in der Bekämpfung von Krankheitserregern eine wichtige Funktion erfüllt und dass die Dauer des Fiebers entscheidend für die Auswirkungen auf den Körper ist.
Manche greifen bei Fieber sofort zu Ibuprofen oder Paracetamol, andere nie. Nicht einmal Ärzte haben eindeutige Antworten darauf, was das beste Vorgehen ist. Doch eine neue Studie zeigt, dass vor allem die Dauer des Fieber s eine Rolle spielt. Die Frage stellt sich jedes Mal, wenn man selbst oder das Kind mal schwitzend, mal schlotternd unter der Bettdecke liegt: Medizin nehmen oder nicht? So simpel die Frage, so komplex die Antwort.
Denn einerseits gibt es zwei Lager: Die einen greifen sofort zu fiebersenkenden Mitteln, weil man sich dann besser fühlt, die anderen sind überzeugt, dass man das durchstehen muss. Andererseits ist Fieber etwas so Alltägliches und die Mittel dagegen schon so lange verfügbar, dass der Nutzen äusserst selten erforscht wird. Nun hat sich ein Team von Immunologen der amerikanischen Vanderbilt University die Sache genauer angeschaut. Einer der Studienautoren hat einen Vater, der an einer Autoimmunerkrankung leidet, weswegen er monatelang Fieber hatte. Der Forscher fragte sich, was eine konstant erhöhte Körpertemperatur zur Folge haben könnte. Im Labor kultivierte er wichtige Abwehrzellen bei Infekten, die T-Zellen, und setzte sie 39 Grad Celsius aus. Also einer Temperatur, die wir hohes Fieber nennen würden. erkennt und entzündlich wirken, vermehrten sich stark, die während sich die regulatorischen T-Zellen, die das Immunsystem drosseln, verringerten. Um Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien zu bekämpfen, ist das ein erwünschter Effekt. Und Fieber demnach nützlich. Sein Team entdeckte auch, dass eine bestimmte Untergruppe von T-Helferzellen (Th1) gestresst war und es zu DNA-Schäden kam. Einige dieser Zellen starben. Aber jene, die den Stress überlebten, veränderten ihre Mitochondrien, also das Energiezentrum der Zelle, so, dass sie stressresistenter wurde
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