Die Preise in Nagelstudios sinken, die Ausbeutung der Angestellten steigt. Menschenhändler organisieren illegale Einreisen in die Schweiz und lassen sie zu einem Tiefstlohn arbeiten – auch in Bern.
Professionelle Nagelstudios sind beliebt bei Schweizerinnen und Schweizern. Wegen der steigenden Nachfrage werden auch in der Stadt Bern immer mehr solcher Studios eröffnet. Bei der grossen Auswahl entscheiden sich die Konsumentinnen und Konsumenten häufig für den Salon mit den tiefsten Preisen. Doch je tiefer der Preis, desto tiefer der Lohn für die Angestellten.
Zudem hätten die Angestellten häufig falsche Reisedokumente und seien illegal in der Schweiz, so Ott. Igor Zoric, Branchenverantwortlicher der Coiffure und der Kosmetikbranche der Gewerkschaft Unia, sagt: «Die Betroffenen werden von Vermittlern für vermeintlich gute Jobs in der Schweiz angeworben und nehmen die beschwerliche Fahrt nach Europa in Kauf, um ihrer existenziellen Bedrohung durch bittere Armut oder Verfolgung zu entkommen.
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