Der Berner Schwinger Fabian Staudenmann sichert sich beim Rigi-Schwinget erneut den Titel. Nach einer umstrittenen Einteilung im fünften Gang gegen seinen Teamkollegen Michael Moser triumphiert er im Schlussgang gegen Lars Zaugg. Die Berner dominieren das Fest, während die anderen Verbände keine Chance auf den Finalsieg haben. Staudenmanns Weg zum Sieg beinhaltet auch einen Start mit einem Gestellten und einen Last-Minute-Sieg.
Der Berner Schwinger Fabian Staudenmann gewinnt zum zweiten Mal nach 2024 das Rigi-Schwingfest. In einem kontroversen fünften Gang muss er gegen seinen Teamkollegen Michael Moser antreten, da die Kampfrichter beide führenden Berner gegeneinander einteilen - eine ungewöhnliche Entscheidung, da normalerweise Duellen zwischen Trainingskollegen aus verschiedenen Verbänden ausgewichen wird.
Staudenmann setzt sich knapp durch, zeigt aber mit seiner verhaltenen Reaktion im Sägemehl stillen Protest. Im Schlussgang trifft er erneut auf einen Berner Kollegen, Lars Zaugg, weil die anderen Verbände ihre Chance nicht nutzen. Nach einem mehr als vier Minuten dauernden Kampf bringt Staudenmann Zaugg zu Boden; zunächst gibt der Platzkampfrichter kein sofortiges Ende, aber die beiden Kampfrichter am Pult erkennen den Wurf an, sodass Staudenmann den Sieg erringt.
Dieser Triumph ist bereits sein zweiter beim prestigeträchtigen Rigi-Schwinget, nachdem er vor zwei Jahren erstmals gewann - damals ebenfalls imFinale gegen einen Verbandskollegen. Staudenmann betont den hohen Stellenwert Bergfeste und dass solche internen Duelle dazugehören, wenn auch nicht gerne geschwungen wird gegen Teamkollegen. Die Berner dominierten das Fest deutlich: Nach vier Gängen lagen vier ihrer Athleten an der Spitze.
Die Einteilung im fünften Gang erhöhte zwar die Chancen der Innerschweizer und Nordwestschweizer, doch keiner von ihnen konnte sich für den Schlussgang qualifizieren. Der Urner Lukas Bissig verpasste den nötigen Sieg, der Solothurner Sinisha Lüscher die Maximalnote. In der Kranzverteilung holten die Berner sechs Kränze, die beiden anderen Verbände jeweils vier. Staudenmann startete nicht optimal in den Wettkampf: Gegen den Luzerner Samuel Schwyzer, der sich als Favoritenschreck etabliert, resultierte nur ein Gestellter.
In den folgenden fünf Gängen gewann er jedoch alle, darunter ein spektakulärer Sieg über den Baselbieter Lars Voggensperger in letzter Sekunde. Damit sind Diskussionen über seine angebliche mangelnde Form ad acta gelegt. Zwei Wochen nach seinem Sieg beim Berner Kantonalen feiert er einen weiteren grossen Titel. Das einheimische Publikum zeigte sich sportlich und feierte insbesondere Michael Moser, der seinen letzten Gang mit einem Plattwurf gewann und danach vom Publikum mit einer Welle zurück in die Arena geholt wurde.
Das Rigi-Schwingfest endet mit einer würdigen Feier des Festsiegers. Nächste Woche steht der Brünig-Schwinget auf dem Programm
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