Europäische Neuwagen-Neuzulassungen: E-Autos und Hybriden dominieren den Markt

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Europäische Neuwagen-Neuzulassungen: E-Autos und Hybriden dominieren den Markt
Elektroauto, Hybride, Verbrenner

Die neuesten Zahlen des europäischen Herstellerverbandes Acea zeigen, dass reine Verbrenner (Benzin und Diesel) nur noch knapp 25% der Neuzulassungen ausmachen. Hybride, darunter Plug-in-Hybriden, dominieren mit einem Anteil von über 44%. Die Verkaufszahlen für Elektroautos (BEV) steigen weiter, unterstützt durch Subventionen und hohe Spritpreise. Auch chinesische Autobauer wie BYD gewinnen zunehmend Marktanteil auf dem europäischen Kontinent.

Reine Benziner und Diesel machten 18.9 und 6.4 Prozent der Neuzulassungen aus – zusammen also nur gut 25 Prozent, wie der europäische Herstellerverband Acea in Brüssel mitteilte.

Den grössten Marktanteil haben allerdings Hybride. Inklusive Plug-in-Hybriden kommen sie auf mehr als 44 Prozent des Marktes. Auch in den aufaddierten Zahlen der ersten acht Monate ist der aktuelle Elektroauto-Boom zu sehen. Hier steigt der BEV-Anteil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 6 Prozentpunkte auf 21.7 Prozent.

Insgesamt stiegen die PKW-Neuzulassungen laut Acea in den ersten acht Monaten um 5.3 Prozent auf 7.55 Millionen Autos. Plug-in-Hybride standen für einen Zehntel des Marktes. Im Juli stiegen die Neuzulassungen von PKWs im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3 Prozent und im August um 4.5 Prozent. Nach Einschätzung von Experten ist der Zuwachs allerdings nicht allein als Zeichen für eine Erholung des Automarktes zu werten.

Der Aufwärtstrend auf dem europäischen Neuwagenmarkt sei in erster Linie auf die Subventionierung der E-Mobilität zurückzuführen, hiess es weiter. Sollte diese auslaufen, werde auch der Absatz von Elektroautos einbrechen. Elektroautos profitieren derzeit allerdings auch von den hohen Spritpreisen, die sie finanziell im Vergleich zu Verbrennern attraktiver machen und ihnen zusätzliche Aufmerksamkeit bringen. Chinesische Autobauer legen zu Deutlich zulegen konnten von Januar bis Ende August die chinesischen Anbieter.

Autobauer wie der Volkswagen-Konzern warnen in jüngster Zeit immer deutlicher vor der erstarkenden Konkurrenz aus Fernost auf dem heimischen Markt. Der Geely-Konzern, zu dem Acea unter anderem die im Westen bekannten Marken Volvo, Polestar und das Joint Venture Smart mit Mercedes-Benz zählt, blieb in der EU mit seinem Marktanteil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar stabil bei 2.7 Prozent. BYD konnte seinen Anteil an den Neuwagen aber von 0.9 auf 2.4 Prozent Marktanteil mehr als verdoppeln.

SAIC Motor legte von 1.9 auf 2.2 Prozent zu, Chery Automobile von 0.5 auf 1.5 Prozent. Zusammen mit Leapmotor erreichten die chinesischen Anbieter so rechnerisch zusammen einen Marktanteil von 9.6 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es Acea zufolge nur 6.2 Prozent. Deutsche Hersteller tun sich schwer Der Volkswagen-Konzern verkaufte im Juli und August jeweils um die 3 Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor.

In den Zahlen ist die Sportwagentochter Porsche enthalten, die in den beiden Monaten einen Dämpfer von knapp 5 Prozent beziehungsweise gut 8 Prozent in der EU einsteckte. Bei BMW gab es ein leichtes Plus von jeweils unter einem Prozent. Mercedes-Benz konnte im Juli nur leicht zulegen, steigerte die Neuzulassungen im August dann aber um mehr als 7 Prozent. Auch für den Gesamtmarkt bleiben die Experten zurückhaltend.

Die konjunkturelle und politische Situation bleibe schwierig, eine Verbesserung der Lage sei nicht absehbar. Die Hersteller sollten sich deshalb auf weitere schwierige Jahre vorbereiten und ihre Absatzziele nicht zu hoch ansetzen.

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