EU-Zollpauschale belastet Schweizer Post und Online-Handel

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EU-Zollpauschale belastet Schweizer Post und Online-Handel
EU-Zollpauschale, Schweizer Post, Online-Handel

Die seit Juli erhobene EU-Zollpauschale für Pakete aus Drittstaaten führt laut Postchef Pascal Grieder zu einem deutlichen Rückgang der in die EU versandten Pakete. Besonders betroffen sind Schweizer Exporteure und Online-Händler. Ab dem 1. November ist zusätzlich eine Bearbeitungsgebühr von zwei Euro vorgesehen. Die Post rechnet mittelfristig mit einer Normalisierung, bezweifelt jedoch den Schutz des europäischen Marktes vor chinesischen Importen, da Anbieter wie Temu grosse Warenlager in Europa aufbauen könnten.

Die EU-Zollpauschale für Pakete aus Drittstaaten hat sich laut Konzernchef Pascal Grieder auf die Post ausgewirkt. Die Zahl der verschickten Pakete in die EU brach im «mittleren zweistelligen Prozentbereich» ein, wie Grieder der «Schweiz am Wochenende» sagte.

«Dieser Zoll ist gegen alle Drittstaaten gerichtet - und trifft damit auch die hiesigen Exporteure», sagte Post-Chef Pascal Grieder der «Schweiz am Wochenende». - Keystone/URS FLUEELER «Allerdings dürfte sich das auch wieder etwas normalisieren», sagte der Chef der Schweizerischen Post im Interview vom Samstag. Dies habe eine ähnliche Abgabe in den USA gezeigt, bei der die Auswirkungen am Anfang am stärksten gewesen seien.pro Artikel skeptisch gegenüber.

Er bezweifle, «ob das Ziel, den Markt vor chinesischen Importen zu schützen, erreicht wird», sagte er. Unternehmen wie der chinesische Billig-Onlinehändler Temu würden in Europa grosse Warenlager aufbauen und die Pakete von dort aus verschicken. So entfalle die Gebühr.pro Produkt aus einem Drittland wird in der EU seit Juli erhoben. Für die Gebühr sind eigentlich die Verkäufer oder Importeure verantwortlich.

Manche Händler reichen die Pauschale aber an Verbraucher weiter, die somit mehr zahlen müssen. Unabhängig davon gilt für Importe aus Drittländern in die EU ab 1. November eine Bearbeitungsgebühr von zwei, wie aus einem Dokument der Europäischen Kommission hervorging. Für die Zahlung sind nach Angaben der EU-Staaten die Online-Handelsplattformen zuständig.

Die neuen Regeln dürften etwa Online-Händler wie Shein, Temu, oder AliExpress betreffen. Die EU will mit der Gebühr gegen die Flut an Billigpaketen vorgehen. Auch wenn die Schweiz bei solchen Massnahmen nicht im Fokus gestanden haben dürfte, treffen diese auch hiesige Exporteure, wie Post-Chef Grieder im aktuellen Interview sagte.transportiere heute 100 Millionen Pakete mehr pro Jahr als noch vor zehn Jahren. 60 Millionen Pakete kämen von grossen europäischen Anbietern, sagte der Konzernleiter.

Kleine Läden würden weitere 20 Millionen Pakete ausmachen und chinesische Pakete weitere 20 Millionen. Der Anteil des chinesischen Paketgeschäfts sei im Vergleich zu vor zehn Jahren von 6 Prozent auf 11 Prozent des Paketvolumens gestiegen.

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