Wie verteilen Schweizerinnen und Schweizer ihr Erbe? Ökonom Marius Brülhart lüftet dank neuer Daten einen Teil des Geheimnisses.
Die Menschen nutzen die neuen Freiheiten, die ihnen die Revision des Erbrechts gegeben hat. Insbesondere Lebenspartnerinnen und -partner profitieren.Das Grübchen im Kinn. Seinen Gerechtigkeitssinn. Ein Haus im bernischen Suberg. Ein Landgut in Frankreich.
Der Inhalt dieser Dokumente war bisher ein gut gehütetes Geheimnis. Selbst für Forschende, die sich intensiv mit dem Thema befassten, gab es kaum Möglichkeiten, Daten zu erheben. Da sich aber sogar dieser intime Teil des Lebens zunehmend ins Internet verlagert, eröffnen sich für die Wissenschaft neue Möglichkeiten.
Zwar räumt er ein, dass die Daten die Wohnbevölkerung wohl nicht repräsentativ abbilden. Internetaffine Menschen dürften übervertreten sein. Ihn interessiere jedoch, wie sich unterschiedliche Familienkonstellationen auf das Vererben auswirkten – und welche Folgen Zentral ist für Brülhart die Erkenntnis, dass die Menschen von den neuen Freiheiten Gebrauch machen, die die Erbrechtsrevision mit sich gebracht hat. Dass etwa die Lebenspartner nach der Gesetzesänderung auf einen Schlag einen viel grösseren Anteil der Erbmasse erhielten als früher, zeige, dass strikte Regeln es vielen Menschen verunmöglichen, ihren letzten Willen so zu gestalten, wie sie es eigentlich möchten.
Klar ist für den Ökonomen, dass die ohnehin schon emotionale Frage des Erbens in Zukunft noch an Dringlichkeit gewinnen wird. «Ich schätze, dass wir bei den Erbschaften und Schenkungen dieses Jahr die 100-Milliarden-Schwelle knacken werden. Diese Summe wächst seit der Jahrtausendwende markant schneller als die Einkommen – und der Trend dürfte sich fortsetzen.»
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