Trotz steigender Patientenzahlen sind die durchschnittlichen Fallkosten in den Spitälern im Kanton Zürich 2025 gesunken. Gründe dafür sind Prozessoptimierungen und hohe Auslastungen.
Zürcher Spitäler senken Kosten pro Behandlung erneut – Gesamtkosten steigen Trotz steigender Patientenzahlen sind die durchschnittlichen Fallkosten in den Spitälern im Kanton Zürich 2025 gesunken.
Gründe dafür sind Prozessoptimierungen und hohe Auslastungen.vom Donnerstagnachmittag zeigt: Die durchschnittlichen Fallkosten der Zürcher Spitäler liegen 2025 bei 10’770 Franken. Das sind 1,6 Prozent oder 171 Franken weniger als im Vorjahr. Damit setzt sich der Trend sinkender Fallkosten fort. Die Kosten sanken bereits 2024.
Ausschlaggebend dafür sind vor allem die hohe Auslastung der Spitäler und gezielte Prozessoptimierungen, heisst es in der Mitteilung. Durch die höhere Belegung verteilen sich die Fixkosten auf eine grössere Zahl an Behandlungen. Gleichzeitig zeigen sich die Einsparungen auch beim Personal. Zwar stiegen die Fallzahlen im stationären KVG-Bereich um 3,4 Prozent – es wurden aber deutlich weniger neue Stellen geschaffen.
Bei 12 der 21 Akutspitäler sanken die Kosten. Bei 9 stiegen sie an. Spitäler mit einer Notfallstation haben in der Regel höhere Fallkosten, wie die Grafiken zeigen. In Wetzikon, im See-Spital Horgen sowie in den Spitälern Männedorf, Limmattal und Uster blieben die Kosten pro Fall weitgehend stabil.
Das Spital Zollikerberg und daskonnten ihre Werte sogar zum zweiten Mal in Folge senken. Bülach weist aktuell gar die tiefsten Fallkosten aller Regionalspitäler auf. Beide Spitäler profitieren von eingespielten Abläufen und wenigen personellen Wechseln. Auch dasIm Kinderspital Zürich blieben die Fallkosten überdurchschnittlich hoch.
Hier spielt die zeitintensive Betreuung und die hohe Spezialisierung der Kindermedizin eine Rolle – und das erste Betriebsjahr des Neubaus. Trotz der gesunkenen Einzelkosten pro Behandlung klettern die Gesamtkosten für die KVG-Behandlungen in den Akutspitälern um 2,1 Prozent nach oben. Der Grund ist der demografische Wandel. 85 Prozent des Zuwachses bei den stationären Behandlungen gehen auf Patientinnen und Patienten zurück, die über 60 Jahre alt sind.
In dieser Altersgruppe fielen die Kostensenkungen pro Fall deutlich geringer aus als bei jüngeren Patientengruppen.
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