Elon Musk, der Tech-Milliardär und Raketenbauer, geriet in den sozialen Medien in die Kritik, nachdem er als Betrüger in der Welt der Onlinespiele entlarvt wurde. Ein Video des Profigamers Quin69 enthüllte Musks überdurchschnittliche Leistungen in Path of Exile 2, die von anderen Spielern für unmöglich gehalten wurden. Musk wurde beschuldigt, sein Konto von anderen Personen steuern zu lassen, um die Illusion des virtuellen Könnens zu wahren.
Tech-Milliardär Elon Musk zeigte sich auf einem ganz anderen Feld ausgesprochen dünnhäutig. Dem Spott ausgeliefert: Elon Musk ist den Beweis schuldig geblieben, dass er tatsächlich so ein begnadeter und leidenschaftlicher Gamer ist, wie er immer vorgibt.
Leider wissen wir nicht, was für Tech-Guru Elon Musk schlimmer ist: dass sich am Donnerstag seine Starship-Rakete in Einzelteile aufgelöst hat – oder dass der selbst ernannte Super-Gamer seit Tagen als grösster Betrüger in der Geschichte der Onlinespiele beschimpft wird. Die Indizien weisen auf Letzteres hin. Jedenfalls scheint sich der Multimilliardär derzeit im Netz auf einem wahren Rachefeldzug zu befinden. So hat Musk soeben den legendären «World of Warcraft»-Influencer «Asmongold» seinerseits als Fake-Gamer tituliert und ihm in seinem Kurznachrichtendienst X zeitweise den blauen Bestätigungshaken entzogen. Was ziemlich lächerlich wirkt gegenüber einem anerkannten Onlinespiel-Grossmeister, der auf dem Streaming-Portal Twitch von 2 Millionen Fans gefolgt wird und für seine Inhalte schätzungsweise 1 Million Dollar pro Jahr verdient. Auch sonst häufen sich die Meldungen, wonach besonders hämische X-Kommentare gesperrt werden und sich Musk in dünnhäutigen Wortwechseln mit prominenten Kritikern verliert. Das alles ist natürlich ein gefundenes Fressen für die universelle Gemeinschaft der Online-Gamer, Streamerinnen und Influencer. Seit einer Woche wird das Netz überschwemmt von Wortmeldungen, Memes, Videos, Spott und Witzen zum Thema - von denen kaum einer Elon Musk in Schutz nimmt. des 16,4 Millionen Follower schweren Youtubers Charles Christopher White, alias «penguinz0», ist innert Tagen rund 4,8 Millionen Mal abgerufen worden, was - ganz nebenbei - dessen Kasse gehörig klingeln lässt. Dort zerpflückt penguinz0 den Trump-Freund als notorischen Lügner und Gaming-Betrüger: «Das ist keine höllische Verschwörungstheorie (...) Es ist ohne den geringsten Zweifel die Wahrheit, dass Musk das Spiel nicht selber spielt, sondern sein Spiele-Konto von einer anderen Person oder sogar von einem ganzen Team von anderen Spielern betreiben lässt.» Die Lawine ins Rollen gebracht hat ein früheres Youtube-Video: Profigamer Quinn «Quin69» Crawford zeigt detailliert anhand einer Livestream-Analyse auf, wie ahnungslos Musk im Spiel «Path of Exile 2» in Wirklichkeit ist. Dabei weist Musks Spielfigur astronomische, für Normalspieler kaum erreichbare Werte aus und rangiert unter den besten Zwölf der Welt. Der ultimative Beweis für Musks Schummelei schien erbracht, als sein «Path of Exile 2»-Avatar zur selben Zeit unterwegs war, wie Musk die deutsche AfD-Chefin Alice Weidel live auf X interviewte. So viel Multitasking auf einmal traut man nicht einmal dem Tesla-Besitzer und Raketenbauer zu. Folglich müssen andere, anonyme Zocker die Werte von Musks Gaming-Account hochtreiben. Beim bekannten Podcaster Joe Rogan rühmte sich Musk zudem, im populären Action-Rollenspiel «Diablo» einer der 20 weltbesten Spieler zu sein. Auch daran gibt es inzwischen erhebliche Zweifel. «Path of Exile», «Diablo», «World of Warcraft»: Wer bei all diesen Begriffen bloss Bahnhof versteht und Onlinespiele sowieso für Zeitverschwendung hält, den weist X-Nutzer «Daractenus» auf die Quintessenz der ganzen Geschichte hin. Dieser hält nämlich Musks Reaktion auf die Vorwürfe für ebenso entlarvend wie die ihm vorgeworfene notorische Hochstapelei: «Das ist genau die Art von bodenständigem Erwachsenen, von dem wir politischen Rat einholen wollen oder die US-Regierung beeinflussen lassen.» Gemessen an den Videoaufrufen, Kommentaren und Likes auf Social Media, stimmen Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zu. Der reichste Mann der Welt hat zumindest in dieser Gemeinschaft seine Glaubwürdigkeit restlos verzockt.
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