«Eine totale Zumutung, so ein Vollschrott!»: Radiotalk «Roger gegen Markus» eskaliert

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Roger Schawinski wirft Markus Somm vor, sein Medium sei «gekauft» – der rastet aus: «Das ist eine Verleumdung!»

«Eine totale Zumutung, so ein Schrott! »: Radiotalk «Roger gegen Markus» eskaliert Der Radiopionier spricht dem «Nebelspalter»-Chef die journalistische Unabhängigkeit ab – wegen dessen Investoren.

Somm fordert eine Entschuldigung noch während der Sendung. Was ist passiert? Somm weist die Vorwürfe vehement zurück und spricht von Verleumdung. Roger Schawinski und Markus Somm sind in ihrem Radioformat «Roger gegen Markus» aneinandergeraten.

Mal wieder, möchte man meinen. Doch diesen Montag: Schawinski zweifelte Somms Unabhängigkeit als Chefredaktor und Herausgeber des «Nebelspalters» an. Somm fahre in seinem Newsletter seit Wochen eine «eigentliche Kampagne» für die UBS. Das habe einen handfesten Grund: Somm – so Schawinski – sei von Investoren aus der Wirtschaft abhängig, namentlich vom «Gantner-Clan und ähnlichen Kreisen».

Somm müsse deshalb «reflexartig» seine Sponsoren «bedienen». Dem widersprach Markus Somm vehement: Schawinskis Angaben über die Finanzierung des «Nebelspalters» seien nicht korrekt, Gantner gehöre nicht zu den Investoren. Ausserdem habe in der Frage zur Kapitalquote der UBS sein «wichtigster Mitarbeiter» Dominik Feusi immer die Gegenposition zu ihm eingenommen. Von da an wurde es sehr emotional:Hör doch auf mit dem Schrott.

Das ist absolut daneben. Das ist eine Verleumdung. Ich finde das eine totale Zumutung, was du da gesagt hast. »«Ah, jetzt sind wir beim Empfinden.

Das geht so nicht, Roger. Das ist eine schwerwiegende Unterstellung, die du mir da gemacht hast. »Also hör mal, mir geht es um etwas Grundsätzliches: dass nämlich die Herausgeberschaft neutral sein sollte, um Journalismus zu ermöglichen. »Weil ich dieser Überzeugung bin.

Und weil ich sogar Karin Keller-Sutter, die sehr nah zu mir steht und die ich gut finde, so hart kritisiere wie sonst praktisch niemand in der Schweiz. Es ist eine Zumutung, Roger, dass ich mir das anhören muss. Ich bin gopferteckel seit 40 Jahren Journalist. Ich habe mich immer wieder exponiert, ich habe immer Sachen vertreten, die mir gar nichts bringen.

Mir jetzt das zu unterstellen, nur weil ein Investor vielleicht dabei ist oder nicht, finde ich ganz, ganz daneben. »Du unterstellst, dass die 70 Investoren alle die genau gleiche politische Meinung haben und ich deswegen mehr oder weniger deren Meinung übernehmen muss. Das ist falsch. Das ist genau so, wie wenn du unterstellen würdest, jeder Aktionär der Züri-Ziitig hätte Einfluss auf den Redaktionskurs dieser Zeitung.

Das ist eine Zumutung, eine Unterstellung, das ist rufschädigend. Du als Freund könntest dich entschuldigen. »hält auf Anfrage an seiner Aussage fest: «Ich weiss aus einer guten Quelle, dass mindestens eine Person aus dem Gantner-Umfeld zu den Investoren gehört. » Dies sei für ihn jedoch nur ein Nebenschauplatz.

«Mein Hauptpunkt ist die Transparenz bei Medien. » In einer Demokratie sei es unerlässlich, dass man die Besitzer von Medien und ihre Interessen kenne.

«Dies ist bei Markus Somms ‹Nebelspalter› nicht gegeben», sagt Schawinski. «Die Namen seiner 70 Sponsoren werden von Somm geheim gehalten. Für mich ist dies ein Geburtsfehler des ‹Nebelspalters›. »Im Übrigen habe Somm «eine generelle Abhängigkeit von Investoren und deren Interessen in ‹Roger gegen Markus› bestätigt, als er mir unterstellt hat, auch ich hätte meine Unabhängigkeit aufgegeben, wenn ich für mein Radio in Graubünden Gebührengelder erhalten hätte. » Markus Somm wollte die Aussagen von Roger Schawinski nicht kommentieren.

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