Migros-Sprecher Tristan Cerf soll die Bezeichnung «Bauer» abschätzig verwendet haben. Das wäre erstens nichts Neues und zweitens kein Grund zur Aufregung. Ein Blick in die Sprachgeschichte zeigt nämlich, dass man die Berufsbezeichnung mit Stolz tragen darf.
Migros-Sprecher Tristan Cerf soll die Bezeichnung «Bauer» abschätzig verwendet haben. Das wäre erstens nichts Neues und zweitens kein Grund zur Aufregung. Ein Blick in die Sprachgeschichte zeigt nämlich, dass man die Berufsbezeichnung mit Stolz tragen darf.«Sein, werden, wachsen, erscheinen»: Für manche mag «Bauer» ein Schimpfwort sein. Dafür hat das Wort aber einen ziemlich tiefschichtigen Ursprung.
Arroganz und Verachtung warf ihm daraufhin eine Medienmitteilung von Prométerre vor: Als bestbezahlter Kommunikationsprofi werde Cerf wohl ganz genau gewusst haben, was er da gesagt habe. Die Migros konterte: Cerf habe sich auf die sympathische und bodenständige Art der Bauern bezogen.– ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber die geharnischten Reaktionen sind auch nicht eben beste Imagepflege.
Natürlich blickten die reichen und gebildeten Städter schon vor Jahrhunderten auf alle herab, die auf dem Land mit den Händen arbeiteten. Und für die Landlosen und die Arbeiter waren die Bauern schon immer «bauernschlaue» Profiteure, die viel wollten für den Speck und wenig hatten für den Lohn. Und sollte das Wort «Bauer» doch einmal wieder abschätzig verwendet werden, spendet die Sprachwissenschaft etwas Trost. Laut dem umfangreichen Datensatz von Wiktionary.org kommt es vom protogermanischen Tätigkeitswort *zurück: «Sein, werden, wachsen, erscheinen». Das ist schon mal nicht schlecht. Aus derselben Wurzel kommen die slawischen Wörter für «Sein», «Existenz», «Kultur» und «Freiheit».
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