Ehefrau vorsätzlich erstickt: Bundesgericht bestätigt Strafe für Solothurner Anwalt

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Ehefrau vorsätzlich erstickt: Bundesgericht bestätigt Strafe für Solothurner Anwalt
Gericht, Le Grand-Saconnex, Kanton Solothurn

Der Mann muss nach dem Tod seiner Frau in Grand-Saconnex GE ins Gefängnis zurück. Das Bundesgericht wies seine Beschwerde gegen das Urteil ab.

Nach zig Kehrtwenden hat das Bundesgericht das letztinstanzliche Urteil gefällt: Der ehemalige Wirtschaftskapitän muss 12 Jahre ins Gefängnis. Vor mehr als zehn Jahren starb in Grand-Saconnex GE die Frau eines bekannten Solothurner Wirtschaftsanwalts.

Er sass in Verwaltungsräten mehrerer Bau- und Immobilienfirmen. Erst heute lässt sich mit Gewissheit sagen: Der heute 76-jährige Mann hat seine Frau mit einem Kissen erstickt – vorsätzlich. Das Bundesgericht hat die 12-jährige Gefängnisstrafe gegen den Solothurner letztinstanzlich bestätigt, wie die Zeitung Grund für die viel verstrichene Zeit ist nicht zuletzt, dass der Fall nur so von Kehrtwenden strotzt. Zunächst gingen alle davon aus, dass die Frau eines natürlichen Todes verstorben war.

Streitigkeiten mit ihrem Mann waren keine bekannt. Eine 4,5 Zentimeter lange Feder, die in den Bronchien der Verstorbenen entdeckt wurde, weckte Zweifel. Das Genfer Kriminalgericht kam 2022 zum Schluss, dass der Solothurner seine Frau mit einem Kissen erstickte. Dann änderte der ehemalige Wirtschaftskapitän, der inzwischen alle seine Ämter abgegeben hatte, seine Version.

Er plädierte nicht mehr auf einen natürlichen Tod, sondern gab an, sWährend die Genfer Berufungsrichter dieser Wende zunächst Glauben schenkten, äusserte das Bundesgericht Zweifel und forderte eine erneute Prüfung. Im zweiten Anlauf kam Anfang dieses Jahres auch das Genfer Berufungsgericht zum Schluss, dass die Version vom Sexunfall nicht verfängt und zu viele Inkonsistenzen bestehen. Der implizite Vorwurf: Wer eine Geschichte konstruiert, verfängt sich leichter in Widersprüchen.

Die Anwälte des Solothurner Wirtschaftsanwalts fochten die zwölfjährige Freiheitsstrafe wiederum an – ohne Erfolg, wie sich nun zeigt. Das Bundesgericht ist trotz Fehlen eines bekannten Motivs von seiner Schuld überzeugt. Der 76-jährige Mann, der zuletzt auf Kaution in Freiheit war, muss zurück ins Gefängnis. In Untersuchungshaft hatte er bereits 552 abgesessen.

Neue Kehrtwende im Fall des früheren Wirtschaftspatrons, der in Genf seine Frau getötet haben soll: Das Genfer Berufungsgericht verurteilt ihn zu 12 Jahren Haft. Solothurner Anwalt hat beim Sex die Ehefrau erstickt: Bundesgericht kippt Genfer Urteil und lässt Beweise nochmals prüfen Ein Solothurner Anwalt war in zweiter Instanz in Genf «nur» wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen worden, weil er seine Frau getötet haben soll. Doch jetzt hat das Bundesgericht das Urteil zurückgewiesen. Absicht oder Sexunfall?

Bekannter Solothurner Anwalt erstickte seine Frau – was den bizarren Gerichtsfall nun entscheidet Zehn Jahre, viele Wendungen: Eine frühere Wirtschaftsgrösse steht wegen des Todes seiner Frau vor Gericht. An der Verhandlung zeigte sich, warum das Bundesgericht seiner Version eines missglückten Sexspiels nicht traut. Copyright © St. Galler Tagblatt. Alle Rechte vorbehalten.

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