Nach den israelischen Angriffen herrschen Angst und Panik in Libanon. Aus dem Süden Libanons versuchen Tausende zu entkommen und fliehen in Richtung Hauptstadt Beirut. Wie die Situation dort im Moment ist, schildert die freie Journalistin Meret Michel.
Der Nahostkonflikt weitet sich aus: Bei israelischen Luftangriffen in Libanon sind am Montag rund 500 Menschen ums Leben gekommen, über 1600 wurden verletzt. Es ist die höchste Opferzahl in Südlibanon seit dem letzten Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz vor 18 Jahren. Die Angriffe gehen am Dienstagvormittag offenbar weiter. Meret Michel lebt in Beirut, der Hauptstadt des Libanon, und schildert die dramatische Lage vor Ort.
Nein. Es gibt in Libanon – anders als in Israel – weder Luftschutzkeller noch Sirenenalarm. Und wer sich in Sicherheit bringen will, dem bleibt eigentlich nur die Flucht. Das Resultat ist das, was wir am Montag gesehen haben: Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende von Menschen, die in ihre Autos gestiegen sind und versuchen, Richtung Norden zu gelangen. Die Menschen werden teilweise in Schulen untergebracht, die ihre Türen geöffnet haben oder schlafen auf Strassen oder in Parks.
Die Familie stammt aus Sidon, 40 Kilometer südlich von Beirut entfernt. Der Vater der Familie ist im Rollstuhl und die Familie hat enorme Angst, dass die Strasse, welche Sidon mit Beirut verbindet, wie im Jahre 2006 bombardiert wird. Damals waren die Menschen in Sidon eingeschlossen und es gab kaum noch Strom und Wasser.
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