«Ich bin auch Gesprächspartner, Zuhörer, Ermunterer, Freund»: Der «Surprise-Verkäufer von Rapperswil» hält seine Erlebnisse in einem Buch fest. Und wie Urs Habegger zum Autor wurde, ist auch eine Geschichte wert.
«Du, ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Gestern, als ich nach Hause kam, stand ein Karton mit der ersten Ladung meiner Bücher vor der Tür. Ich habe kein Auge zugemacht, so voll war ich mit Adrenalin.»
Plötzlich bricht alles zusammenEs ist ein Unglück, das Urs Habegger erst zum «Surprise»-Verkäufer und schliesslich zum Empfänger einer Kiste mit eigenen Büchern werden lässt. Im Jahr 2005, als er rund 50 war, leitete er eine Abteilung in einer Druckerei. Die Augenkrankheit Grauer Star trübt zwar seine Sicht immer mehr, doch er weiss: Diese gängige Erkrankung kann mit einer Routine-Operation geheilt werden.
Urs Habegger fürchtet Demütigung und Entmündigung beim Gang aufs Sozialamt. Es hilft, dass er in diesem Moment bei seiner Schwester günstig ein Zimmer in deren Wohnung mieten kann. Deswegen fordert Carlo Knöpfel unentgeltliche Rechtsbeistände für Menschen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind. Damit diese, in ihrer schwierigen Situation, jemanden haben, der ihnen zur Seite steht und sich für ihre Rechte einsetzt.
Das steckt hinter den «Surprise»-Heften Box aufklappen Box zuklappen Der gemeinnützige Verein «Surprise» will Menschen, die im ersten Arbeitsmarkt nicht Fuss fassen können, eine Arbeitsmöglichkeit bieten – und die Chance, eigenes Geld zu verdienen. Wie viel er ungefähr verdient, will er nicht verraten. Geschätzt ist es in etwa so viel, wie er auch von der Sozialhilfe erhalten würde. Je nach Kanton sind das zwischen 1800 und 2200 Franken pro Monat.
Ein älteres Ehepaar erzählt ihm kürzlich, dass der Mann nicht habe lachen können, bis er seine Frau kennengelernt und sie es ihm beigebracht habe. Oder Habegger beschreibt die Begegnung mit einem Betrunkenen, der sich drohend vor ihm aufbaute und dann völlig überraschend ein Heft von ihm kaufte.
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