Die weltgrösste Herstellerin günstiger Medikamente kommt heute an die Börse. Richard Saynor zu Preisen, Engpässen und dem Geprotze der Pharmaindustrie.
Er leitet Sandoz seit 2019: Richard Saynor beim Interview im Büro auf dem Novartis-Campus.Mitten in der Diskussion über steigende Gesundheitskosten geht Sandoz heute an die Börse. Herr Saynor, wie werden Sie für Anleger interessant? Müssen Sie jetzt günstige Medikamente mit abgelaufenem Patentschutz profitabler machen?
«Arztpraxen und Apotheken in der Schweiz verdienen mit dem heutigen Margensystem mehr, je teurer die Medikamente sind.» Die grossen Pharmaunternehmen haben mit ihren Milliardenaufwendungen für die Forschung völlig andere Kosten, aber auch andere Gewinnspannen. Das ist eine ganz andere Art von Geschäft. Als Generika-Unternehmen haben wir viel dünnere Margen als forschende Pharmafirmen und müssen unser Geld sehr zielgerichtet ausgeben. Und in der Regel stehen da Kunst oder naturhistorische Exponate nicht so sehr in unserem Fokus.
Wir verfolgen ganz unterschiedliche Ziele: Die Aufgabe von Sandoz ist und bleibt es, Medikamente möglichst schnell nach Patentablauf des Referenzmittels auf den Markt zu bringen. Forschende Pharmakonzerne wollen dagegen ihre Patente möglichst lange halten. Aber beide brauchen sich gegenseitig: Generika sorgen für eine massive Kostenentlastung der Gesundheitssysteme, was wiederum mehr Raum schafft, um innovative neue Wirkstoffe der Pharmaindustrie zu finanzieren.
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