Die Airpods 5 sind das merkwürdigste Apple-Produkt des Herbsts

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Die Airpods 5 sind das merkwürdigste Apple-Produkt des Herbsts
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Vor zwei Jahren hat Apple die normalen Airpods in zwei Produkte geteilt. Eine Generation später ist das plötzlich unsinnig.

Als Apple im Jahr 2024 die Airpods 4 vorstellte, hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, die In-Ear-Kopfhörer in zwei Modelle aufzuspalten: die Vor zwei Jahren ergab das sehr viel Sinn: Für 150 statt wie zuvor 200 Euro gab es die neue Generation der normalen Airpods mit den üblichen Funktionen.

Für 200 Euro, also den ursprünglichen Preis der Airpods 3, gab es die neue Version mit ANC, also der Hauptfunktion, die bisher den wesentlich teureren Airpods Pro vorbehalten war. Vor zwei Jahren musste man sich die Frage stellen: „Reichen mir die Airpods 4 ohne ANC oder lohnt es sich, 50 Euro mehr in die Hand zu nehmen?

“ Und dann war man auch nur noch 80 Euro – der Vergleichbarkeit halber UVP – von den Airpods Pro 2 entfernt, die noch einmal merklich besser sind. Und, schwupps, hat man 280 Euro ausgegeben statt 150. So funktioniert Upselling, und Apple ist in der Regel sehr gut darin. Mit Upselling versuchen Hersteller, Ihnen teurere Geräte anzudrehen, als Sie eigentlich brauchen.

Upselling setzt voraus, dass es mehrere Ausführungen desselben oder eines sehr gut vergleichbaren Produkts gibt. Es funktioniert horizontal – innerhalb einesUpselling spielt dabei in der Regel mit der Angst, etwas zu verpassen. Dass der Speicher schnell voll ist und Sie plötzlich keinen Platz mehr für neue Fotos haben. Oder dass Sie mit dem Teleobjektiv der Pro-Modelle bessere Fotos schießen können als mit dem normalen iPhone, und insgesamt viel flexibler sind.

Oder eben für nur 50 Euro mehr eine Funktion zu bekommen, die eigentlich in Kopfhörern für fast 300 Euro steckt. Die Kunst am Upselling ist es, die Preise für die jeweiligen Stufen so zu gestalten, dass man als Käufer denkt: „Ach, die 50, 100 oder 150 Euro mehr sind gar nicht so schlimm für das, was ich als Mehrwert dafür bekomme.

“ Man grübelt, man zweifelt, und am Ende entscheidet man sich natürlich für die teurere, bessere Variante, obwohl man sie nicht unbedingt benötigt. Für den Hersteller ist ein Großteil des Aufpreises reiner Gewinn, und Gewinn macht sich gut in den Büchern. Apple ist ein Meister des Upsellings. Lange Zeit waren die Stufen zwischen den einzelnen Varianten und vergleichbaren Geräten so gewählt, dass man gerne zum nächstteureren Modell gegriffen hat.

Nicht, dass das Basismodell schlecht wäre – das teurere ist aber ebenAirpods 5 mit kabellosem Ladecase . ANC, das Hauptmerkmal für Upselling in der vorhergehenden Generation, haben jetzt beide Varianten. Beim teureren Modell kommt jetzt Lautstärkeregelung an den Stielen hinzu, wie bei den Airpods Pro. Das Ladecase können Sie mit einem Qi- oder Apple-Watch-Ladegerät kabellos aufladen und die Akkulaufzeit ist eine Stunde länger.

Und die Preisdifferenz beträgt nur noch 20 Euro, weil das teurere Modell 30 Euro günstiger geworden ist als das Pendant der vorherigen Generation. Für den Preis von drei bis vier Dönern, vier bis fünf Bier in der Kneipe oder einer Mass Festbier inklusive Trinkgeld auf der Wiesn bekommen Sie die gleichen Kopfhörer, nur. Da muss man nicht mehr überlegen – die 20 Euro sind die Investition, wenn man das überhaupt so nennen darf, bedingungslos wert.

Was dieses Upselling so merkwürdig macht, ist, dass man ausnahmsweise nicht darüber nachdenken muss. Man kommt nicht ins Grübeln, man kommt nicht ins Zweifeln. Es ist einfach vernünftig, und das ist man Upselling nicht gewohnt. Die Airpods 5 mit kabellosem Ladecase sind die bessere Wahl.

Punkt. Es gibt keinen Grund für die Airpods 5 ohne kabelloses Ladecase. Apple hätte die günstige Variante auch gleich streichen können. Eugen Wegmann schreibt seit 2022 für Macwelt .

Er ist kein Apple-Fan der ersten Stunde und betrachtet die Dinge deshalb immer noch als interessierter Außenstehender, mit einer gesunden Portion Skepsis, aber auch viel Neugier und Optimismus. Privat setzt er nach wie vor auf Windows, weil Apple sich mit dem Ausbau der Gaming-Plattform viel Zeit lässt. Er ist außerdem Fan der ersten Stunde von kabellosen In-Ear-Kopfhörern, weshalb er seit ihrer Verbreitung dutzende Modelle getestet hat.

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