Ein mehrfach vorbestrafter Holocaust-Leugner ist in München erneut verurteilt worden – dieses Mal zu sieben Jahren Haft.
gegen Menschen jüdischen Glaubens befürwortet und sogar gefordert zu haben. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig, Anklage und Verteidigung können binnen einer Woche Revision beim Bundesgerichtshof einlegen.mache sie fassungslos – vor allem, dass der Mann seinen Auftritt im Gerichtssaal während des Prozesses, unter anderem bei seinem letzten Wort, zur Begehung neuer Straftaten genutzt habe.
Der Zentrale Antisemitismusbeauftragte der Justiz des Bundeslandes Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft München hatte vorIn der seitenlangen Anklage sind Gewaltaufrufe, antisemitische Beschimpfungen und Verschwörungsmythen aufgelistet, die der Mann verbreitet haben soll. Zum Auftakt des Prozesses hatte der 71-Jährige immer wieder genickt, wenn seine Zitate vorgelesen worden, oder er reckte den Daumen in die Höhe – zumindest so weit es ging. Die Hände des Mannes, der auch immer wieder den Hitlergruss gezeigt haben soll, waren mit Handschellen an einem Gürtel befestigt.
In seinem Podcast hatte er laut Anklage dazu aufgefordert, Juden zu jagen und zu «neutralisieren». Er sagte demnach, sie «verdienen es nicht, am Leben zu bleiben», begrüsste es, sie «aufzuspüren und zu töten», und forderte «die totale Ausrottung». Den Holocaust habe er als Aberglauben bezeichnet – und gleichzeitig bedauert, dass bei dem historischen belegten Massenmord nicht alle Juden getötet wurden. Daseinräumte, führte die Vorsitzende Richterin Simone Montoya Durango zwar beim Urteil zugunsten des Mannes an.
Der 71-Jährige habe aber dennoch weder Reue noch Schuldeinsicht gezeigt. Er habe noch während der laufenden Ermittlungen und vorweitere Straftaten begangen, sei massiv und einschlägig vorbestraft und habe eine «besonders rasante Rückfallgeschwindigkeit» an den Tag gelegt. Das habe gezeigt, dass ihm die früheren Verurteilungen «völlig egal» seien.
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Zweieinhalb Jahre Haft für Investor René BenkoIn einem teilweise neu aufgerollten Prozess ist der österreichische Investor René Benko zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck sah es als erwiesen an, dass der 49-Jährige seine Gläubiger geschädigt hat.
Weiterlesen »
Zweieinhalb Jahre Haft: René Benko für Gläubigerschädigung verurteiltDer österreichische Investor wollte seinen Kindern ein «normales Leben» ermöglichen – und zahlte dafür nun einen hohen Preis.
Weiterlesen »
Geläubiger geschädigt: Zweieinhalb Jahre Haft für Investor BenkoDer ehemalige Immobilieninvestor und Signa-Gründer René Benko ist laut österreichischen Medien in seiner Villa in Innsbruck festgenommen worden. Gegen ihn laufen Ermittlungen in verschiedenen Ländern.
Weiterlesen »
Zweieinhalb Jahre Haft für Signa-Investor René BenkoIn einem teilweise neu aufgerollten Prozess ist der österreichische Investor René Benko zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden.
Weiterlesen »
