Der Fuchs - Meister der Anpassung

Natur Und Museum Nachrichten

Der Fuchs - Meister der Anpassung
Rotfuchs, Sonderausstellung, Naturmuseum St. Gallen

Das Naturmuseum St. Gallen zeigt diesen Herbst und Winter eine Sonderausstellung über das vielfältige Leben der zwölf echten Fuchsarten. Im Mittelpunkt stehen ihre Anpassungsfähigkeit, die von Wüsten bis zu Polargebieten reicht, sowie unterschiedliche Lebensweisen und Nahrungsquellen von Land- und Stadtfüchsen.

Das Naturmuseum St.Gallen zeigt diesen Herbst und Winter eine Sonderausstellung über den Fuchs. Das häufigste wild lebende Raubtier der Schweiz ist ein Meister der Anpassung.

Im Zeitlupentempo setzt der Rotfuchs eine Pfote vor die andere. Jede Faser seines Körpers ist angespannt, die Ohren sind gespitzt. Schliesslich setzt das Tier zu einem gewaltigen Luftsprung an und landet kopfvoran im Schnee. Die akrobatische Leistung ist von Erfolg gekrönt: Eine fette Maus zappelt im Fang des kleinen Räubers.

Doch nicht immer gelingt dem Fuchs die Jagd so gut wie im Video. Oft muss er seinen Hunger mit Abfällen, Regenwürmern oder Fallobst stillen.

«Er nimmt, was er kriegen kann, und ist zufrieden damit», sagt Museumsdirektor Matthias Meier bei einem Rundgang durch die neue Sonderausstellung des Naturmuseums St.Gallen. «Durch diese Anpassungsfähigkeit wurde der Fuchs zum weitverbreitetsten Raubtier der Welt. » Zwölf Arten von echten Füchsen gibt es. Sie besiedeln heisse Wüsten ebenso wie unwirtliche Polargebiete.

An zwei Präparaten im Eingangsbereich des Naturmuseums ist die Anpassung des tierischen Körpers an das Klima gut zu sehen: Der zierliche Wüstenfuchs verfügt über grosse Ohren, über die er überschüssige Wärme abgeben kann. Der weisse Polarfuchs dagegen ist grösser und gedrungener. Seine kleinen Ohrmuscheln verschwinden fast im dichten Pelz. Beiden Arten gemeinsam ist das ausgeprägte Gehör.

Mit diesem kann der Fuchs auch versteckte Beute unter der Erde oder im Schnee orten. Das Thema Anpassungsfähigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung mit dem Titel «Der Fuchs – Meister der Anpassung». Beim heimischen Rotfuchs haben sich zwei Ausprägungen gebildet: Während ihre Kollegen auf dem Land auch gerne in der Morgen- oder Abenddämmerung unterwegs sind, warten Stadtfüchse strikt die Nachtruhe des Menschen ab, um sich auf Nahrungssuche zu begeben.

Auch die Art der Nahrung unterscheidet sich, wie auf dem als Menükarte gestalteten Ausstellungsstück ersichtlich ist. Ein Stadtfuchs ernährt sich zu mehr als zwei Dritteln aus menschlichen Quellen. Nebst Abfall bedient er sich auch gerne bei Beeren in Gärten. Füchse auf dem Land dagegen leben in erster Linie von Mäusen und Regenwürmern.

Die Ausstellung wurde vom Bündner Naturmuseum mit transportablen Holzelementen als Wanderausstellung konzipiert. Das erklärt auch, warum die Informationstafeln in den drei Kantonssprachen Deutsch, Italienisch und Romanisch verfasst sind.

«Mir gefällt, dass wir viele Präparate zeigen können», sagt Meier. Tatsächlich kommt die Schönheit und Eleganz der Tiere in den naturgetreu hergestellten Ausstellungsstücken gut zur Geltung. Ein Fuchs allerdings wirkt geradezu abstossend. Er ist stark abgemagert, seine Haare sind ausgefallen, die Haut ist rissig und borkig.

Er starb an der Räude, einer stark juckenden Krankheit, die durch Milben verursacht wird. Füchse leiden auch unter anderen Parasiten wie Würmern, von denen manche auch den Menschen befallen können. Eine ehemals grosse Gefahr, die Tollwut, konnte Ende der 1990er-Jahre glücklicherweise durch Impfung der Füchse ausgerottet werden. Das eingangs erwähnte Video ist nur eines von vielen.

Mit Wildbeobachtungskameras haben Private das heimliche Treiben der Vierbeiner während der Nacht aufgezeichnet. Da vergnügen sich Jungfüchse auf einem Kindertrampolin, verschleppen Schuhe und überwinden hohe Zäune. Ein Nebenraum der Ausstellung ist dem Projekt «Stadtwildtiere» gewidmet, das heuer sein zehnjähriges Bestehen feiert. Darin melden «Citizen Scientists», interessierte Laien, Wildtierbeobachtungen auf dem Gebiet der Stadt St.Gallen.

So konnte unter anderem ein Luchs beim Wenigerweiher gesichtet und fotografiert werden. Die Ausstellung im Naturmuseum richtet sich an die ganze Familie. Während Erwachsene viel Lesestoff vorfinden, laden einige Stationen Kinder zum Spielen und Ausprobieren ein. So können sie in einen Fuchsbau kriechen und darin eine säugende Fuchsmutter entdecken.

Gross und Klein kann sich zudem beim Geschicklichkeitsspiel «Leben meistern» betätigen. Dabei muss eine Kugel durch ein Labyrinth voller Absturzmöglichkeiten befördert werden. Fällt die Kugel durchs Loch, hat man verloren. Für uns Menschen ist damit nur ein Spiel zu Ende.

Für den Vierbeiner kann ein Fehler das Lebensende bedeuten. Er ist bedroht von vielen tödlichen Gefahren, denen er oft nur dank Vorsicht, Schlauheit und Schnelligkeit entrinnt. Die neue Sonderausstellung «Der Fuchs – Meister der Anpassung» im Naturmuseum St.Gallen dauert vom 3. Oktober bis zum 28.

Februar. Die Vernissage findet diesen Freitag, 2. Oktober, von 19 bis 21 Uhr statt. Am Samstag, 24.

Oktober, 14 bis 15 Uhr, gibt Museumsdirektor Matthias Meier dann eine Führung durch die Ausstellung. Es gilt der Museumseintritt. Weiter finden an einigen Mittwochabenden, jeweils von 19 bis 20 Uhr, kostenlose Vorträge statt. Am 28.

Oktober referiert Wildhüter Mirko Calderara über «Begegnungen mit dem Fuchs». Am 9. Dezember hält Pia Anderwald, verantwortlich für Forschung und Monitoring im Schweizer Nationalpark, einen Vortrag mit dem Titel «Der Fuchs – dank Anpassung auf der ganzen Welt zuhause». Am 24.

Februar ist Verhaltensbiologin Claudia Kistler des Vereins Swild zu Gast und erzählt mehr über die «Füchse als unsere wilden Nachbarn». Auffallend viele junge Menschen waren an der 20. St.Galler Museumsnacht unterwegs. Sie machten die Museen zu ihrem Ausgangsort, sagt Vereinspräsidentin Barbara Affolter.

Ein Museumsbetreiber wünscht sich, dass die Museen nicht schon um Mitternacht schliessen. Ein Mann wollte seine Sammlung von Tierpräparaten ergänzen und bediente sich im Naturmuseum St.Gallen. Am Ende musste er sich vor dem Kreisgericht St.Gallen nicht nur wegen Diebstahl verantworten, sondern auch wegen mehrfacher Pornografie. Ausstellung will Klischees aufbrechen: Ohne Frauen hätte auch das Neanderthal nie funktioniert Neanderthalerinnen und Neanderthaler lebten in meist kleinen Gruppen verstreut über Europa und Asien.

Sie waren erfindungsreich, hatten Freizeit und ihr Erbgut lässt sich bis heute in unserer DNA nachweisen. Das zeigt ab Samstag eine neue Ausstellung im Kulturmuseum St.Gallen. Copyright © St. Galler Tagblatt. Alle Rechte vorbehalten.

Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von St. Galler Tagblatt ist nicht gestattet.

Wir haben diese Nachrichten zusammengefasst, damit Sie sie schnell lesen können. Wenn Sie sich für die Nachrichten interessieren, können Sie den vollständigen Text hier lesen. Weiterlesen:

tagblatt_ch /  🏆 32. in CH

Rotfuchs Sonderausstellung Naturmuseum St. Gallen Anpassungsfähigkeit Stadtfuchs

 

Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen

Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.

Mit massiv überhöhter Geschwindigkeit auf der A13 – 18-Jähriger gerät ins Visier der PolizeiMit massiv überhöhter Geschwindigkeit auf der A13 – 18-Jähriger gerät ins Visier der Polizei(Buchs SG). In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (30.09.2026) hat eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen einen 18-jährigen Autofahrer angehalten. Er war auf der Autobahn A13 mit massiv überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Das Auto wurde beschlagnahmt.
Weiterlesen »

Lesernoten: Der «Mann der Stunde» verzückt die Fans – aber der Beste ist ein andererLesernoten: Der «Mann der Stunde» verzückt die Fans – aber der Beste ist ein andererDie Schweizer Nationalmannschaft mag die Tamedia-Leserschaft grösstenteils zu überzeugen. Zeki Amdouni besticht mit einem weiteren Tor, Bestbewerteter ist jedoch ein Verteidiger.
Weiterlesen »

Gleiche Studiengebühren für Studierende aus der Schweiz und der EUGleiche Studiengebühren für Studierende aus der Schweiz und der EUStudierende aus EU-Staaten sollen bei den Studiengebühren den Schweizer Studierenden gleichgestellt werden. Der Ständerat hat am Mittwoch diesen Teil des Verhandlungsergebnisses mit der EU gutgeheissen. Damit wird ein kürzlich getroffener Entscheid rückgängig gemacht.
Weiterlesen »