Oben ist es ruhig, der große Ansturm scheint vorüber zu sein. Ein Schild vor den Produkten rund um die fiktiven Taschenmonster, die 1996 ins Leben gerufen wurden, erinnert an den Massenandrang und den Hype. "Pokémon Kaufbegrenzung" steht darauf. "Aufgrund der hohen Nachfrage ist der Kauf pro Kunde limitiert."
, ein jüngerer Mann wartet in einer Ecke vor dem Eingang der Manor. Rucksack, Taschen und eine Kinderjacke liegen neben ihm auf dem Boden.
«Ja, ich warte hier unten», sagt er am Telefon. Was sich wenige Stunden hier vor der Filiale an der Kleinbasler Greifengasse abgespielt hat, ist um kurz nach 10 Uhr kaum noch sichtbar. Bereits vor 7 Uhr standen die Leute reihenweise vor dem Eingang Schlange und warteten, bis Mitarbeitende um 8.30 Uhr die Türen der Filiale öffneten. Auch Michael.
Der 32-Jährige, der hier unten auf seine Freundin und Tochter wartet, war zwar «erst» um 8 Uhr vor der Manor, aber auch er hat sich vomManche Pokémon-Fans übernachteten vor Filialen Bereits vor wenigen Wochen hat das japanische Unternehmen Pokémon, das seinen 30-jährigen Geburtstag feiert, in einer ersten von drei Wellen ein Jubiläumskartenset herausgebracht. Damals war es in manchen Filialen innerhalb einer halben Stunde komplett ausverkauft, manche Kundinnen und Kunden übernachteten gar vor den Läden.
Heute Freitag ist nun der zweite «Releaseday», wie ein Kenner sagt. Der Ansturm ist zwar nicht mehr ganz so gross wie bei der ersten Welle, die Schlange am frühen Morgen fällt dennoch auf.
«Ich sammle die Karten sei über 10 Jahren», sagt Michael, «schon als Kind habe ich sie gesammelt und nach einer kurzen Unterbrechung wieder damit angefangen». Seine 7-jährige Tochter habe sich sein Hobby «ein bisschen abgeschaut», das fände er schön. Während andere die Sammlerkarten später ungeöffnet und teurer weiter verkaufen, will er sie behalten, erzählt er, während er auf Freundin und Kind wartet, die noch im dritten Stock der Manor, der Spielzeugabteilung sind.
Oben ist es ruhig, der grosse Ansturm scheint vorüber zu sein. Ein Schild vor den Produkten rund um die fiktiven Taschenmonster, die 1996 ins Leben gerufen wurden, erinnert an den Massenandrang und den Hype.
«Pokémon Kaufbegrenzung» steht darauf. «Aufgrund der hohen Nachfrage ist der Kauf pro Kunde limitiert. »Foto: Manuela Humbel Ein Vater, der gerade für seinen Sohn ein Kartenset gekauft hat, verlässt die Kasse, währendem eine ältere Dame einen Videoanruf startet und die Kamera auf eines der Regale richtet. Zu dieser Zeit ist ein Grossteil der neuen Sets bereits ausverkauft.
Später legt sie vier Produkte auf den Tisch bei der Kasse. Sie müsse sich entscheiden, sie dürfe nur eines kaufen, erklärt ihr die Verkäuferin. Die ältere Frau tätigt einen Anruf, und versucht es dann noch mal, «nicht zwei? » Die Verkäuferin bleibt hart.
Später betritt eine Gruppe aus Teenies die Spielzeugabteilung. Als einer der Jungen bezahlen will, erwischt die Verkäuferin ihn.
«Du warst heute Morgen schon bei mir», sagt sie freundlich, «bei mir kommst du nicht durch. » – «Ich schwöre, ich war nicht da», erwidert er, seine Kollegen rufen «er war nicht da». Der junge Mann probiert es noch ein paarmal – bleibt jedoch erfolglos.
«30 Jahre Jubiläum, ein Kartenset auf Englisch, das ist genau das, was man will», Nils steht vor einem der Regale, in dem die Pokémon-Produkte aufgestellt sind. «Du darfst die Verpackung dann aber nie aufmachen», weist er einen Freund am Telefon an. Der 23-Jährige sammelt die Karten schon, seitdem er ein Kind ist.
«Es ist schon speziell, wenn alle plötzlich anfangen, die Sets zu hypen», sagt er. Währendem er die Karten aus nostalgischen Gründen kaufen würde, verkaufe sein Freund sie weiter.
«Ich habe letztens realisiert, dass ich eine alte Pokémon-Karte zu Hause habe, die mittlerweile einen Wert von etwa 5’000 Franken hat», sagt er. Verkaufen wolle er diese jedoch nicht, «der emotionale Wert dahinter ist viel zu gross». Das sei auch das, was ihn etwas traurig mache.
«Früher haben wir die Karten gesammelt, um damit zu spielen. Heute werden die Packungen teilweise gar nicht mehr geöffnet oder die Karten in eine Vitrine gestellt. » Der Student bedaure, wenn die Verkaufspreise für die Sets steigen, diese für Kinder gar nicht mehr zugänglich seien.
«Und eigentlich sind das doch trotz allem die, für die die Karten gemacht sind. »Drämmli-Chauffeurin Stefanie hält eine Packung mit einem Kartenset in der Hand, schaut es sich an und telefoniert. Dadurch, dass sie davor arbeiten musste, sind viele der Produkte bereits weg. Trotzdem «opfert» die 43-Jährige ihre Pause, um schnell einen Abstecher in die Manor zu machen.
«Ich sammle die Karten seit circa 8 Jahren», sagt sie. «Ich bin voll dabei. » Auch als die Sets innerhalb der ersten Welle des Jubiläum-Releases auf den Markt kamen, sei sie in die Filiale gekommen.
«Damals habe ich 2.5 Stunden gewartet», erzählt sie. «Ich habe viele Läden abgeklappert und schlussendlich habe ich noch ein Set gefunden. » Auch Stefanie wolle ihre Pokémon-Karten behalten und nicht weiterverkaufen.
«Dass es eine Kauflimite pro Kundin und Kunde gibt, ist für Sammler natürlich blöd», sagt sie. «Aber ich verstehe es, sonst würden die Leute hamstern und das wäre nicht richtig. »Erhalten Sie die wichtigsten und spannendsten News aus der Region, der Schweiz, der Welt und dem Sport.ist seit Juni 2025 Redaktorin am Newsdesk der Basler Zeitung, zuvor hat sie als freie Mitarbeiterin für das Ressort Kultur und Gesellschaft sowie den Gemeindedesk geschrieben.
Pokémon Sammlerkarten Kaufbegrenzung Jubiläumskollektion
Switzerland Neuesten Nachrichten, Switzerland Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Hans Sturzenegger - Der humorvolle Hackbrett-Charmeur von der Ostschweiz nach New YorkDer aus Speicher stammende Musiker Hans Sturzenegger lässt mit seinem Hackbrett die Herzen aller Generationen höherschlagen. Durch Reisen von der Ostschweiz bis nach New York, Amsterdam und Rom verkörpert er die authentische Volksmusik der Appenzeller Region und verbindet sie mit humorvollen Anekdoten. In einem langen Artikel erfahren Sie, wie seine Karriere begann, welche Auftritte ihn prägen und welche Visionen er für die Zukunft der Appenzeller Musik hat.
Weiterlesen »
«Kein attraktiver Standort mehr»: UBS-Investor Artisan Partners fordert Wegzug der Bank aus der SchweizDer US-Vermögensverwalter Artisan Partners fordert die UBS angesichts der geplanten strengeren Kapitalvorschriften zum Wegzug aus der Schweiz auf.
Weiterlesen »
Deutschland trifft Serbien in der Nations League - Fans in der Schweiz haben Live-OptionDie deutsche Nationalmannschaft spielt im dritten Spieltag der Nations League gegen Serbien in München. Fans in der Schweiz können das Match live über ZDF oder DAZN verfolgen. Gründe für das Spiel, die Zugänge zum Spiel sowie wichtige Informationen für Zuschauer werden hier erläutert.
Weiterlesen »
US-Bank sieht Aktie von Lindt&Sprüngli auf Acht-Jahres-Tief absackenDer Kurszerfall der Aktie von Lindt&Sprüngli wird sich laut JPMorgan nach der erneuten Umsatzwarnung fortsetzen.
Weiterlesen »
