Der Austritt von Daniel Jositsch aus der SP sorgt für Bewegung. FDP und Mitte signalisieren Bereitschaft zu Gesprächen mit dem parteilosen Ständerat.
Daniel Jositsch tritt per sofort aus der SP und deren Bundeshausfraktion aus und politisiert bis Ende Legislatur parteilos. Bei einer Wiederwahl 2027 müsste er sich einer Gruppe anschliessen – er nennt FDP und Mitte als mögliche neue Heimat.
Mitte-Präsident Bregy und FDP-Gruppenchef Wicki zeigen sich offen für Gespräche mit dem Zürcher Ständerat. Die Liebe zwischen den Sozialdemokraten und ihrem Ständerat Daniel Jositsch ist erloschen. Der Zürcher Politiker tritt per sofortSollte er 2027 wieder gewählt werden, bräuchte Jositsch aber eine neue Heimat. Ein Übertritt in eine andere Partei ist dazu nicht zwingend nötig – als Parteiloser würde es reichen, wenn er sich im Ständerat einer sogenannten «Gruppe» anschliessen würde.
Das ist nötig, damit er seine Kommissionssitze erhält. Politisch könnte die GLP Sinn ergeben – allerdings schicken die Zürcher Grünliberalen mit Tiana Moser bereits eine eigene Ständerätin nach Bern und haben aufgrund ihrer Grösse keine eigene Gruppe. Jositsch selbst erklärte, dass vor allem FDP und Mitte infrage kämen.20min/Matthias Spicher Bei Mitte-Präsident Philipp Matthias Bregy stösst Jositsch bereits auf Interesse. Der Ständerat wisse halt, was gut sei, schmunzelt der Walliser.
Bregy fügt an: «Die Mitte hat mit Ständerat Jositsch bisher nicht gesprochen, wir würden uns aber einem Gespräch sicher nicht verschliessen. »Auch bei der FDP herrscht eine gewisse Offenheit gegenüber dem parteilosen Politiker. Gruppenchef und Ständerat Hans Wicki sagt, er habe den Parteiaustritt zur Kenntnis genommen. Aktuell bestehe kein Handlungsbedarf von FDP-Seite.
«Uns liegt keine Anfrage von Ständerat Jositsch vor, der ein sehr geschätzter Kollege in der kleinen Kammer ist. » Auch FDP-Ständerat Hans Wicki zeigt sich prinzipiell offen, sehe aber aktuell keinen Handlungsbedarf von seiner Partei. So oder so müsste eine Aufnahme wohl von der Fraktion beschlossen werden. Gemäss den ersten Reaktionen scheinen die Chancen aber gut zu stehen, dass Daniel Jositsch eine neue Heimat finden könnte.
Sehr wichtig, ich wähle primär die Partei und ihre Werte. Nicht entscheidend, die Person und ihre Kompetenz sind mir wichtiger. Ich wähle nach Themen, nicht nach Parteien oder Personen.
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