Da war doch mal was: Zidanes spezielles Heimdebüt gegen Italien

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 Da war doch mal was: Zidanes spezielles Heimdebüt gegen Italien
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Frankreichs Trainer Zinédine Zidane verbindet einiges mit Nations-League-Gegner Italien – Positives wie Negatives.

Als Trainer der «Equipe Tricolore» kehrt Zinédine Zidane am Freitag an jenen Ort zurück, wo er 1998 den WM-Titel holte. Mit zwei Toren beim 3:0 im Final gegen Brasilien führte er Frankreich im Pariser Stade de France quasi im Alleingang zum Triumph.

Zidane präsentiert sich erstmals, seit er das Amt als «Sélectionneur» von Didier Deschamps übernommen hat, dem Heimpublikum. Das allein ist schon besonders. Doch auch Gegner Italien dürfte bei «Zizou» für erhöhten Herzschlag sorgen. Live-Hinweis Box aufklappen Box zuklappen Die Partie Frankreich - Italien sehen Sie am Freitagabend ab 20:35 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App.

Kopfstoss überschattet erfolgreiche Juve-Zeit An der WM in Deutschland 2006 endete seine Spielerkarriere unrühmlich, nachdem er Marco Materazzi in der Verlängerung des WM-Finals nach einer Provokation des Italieners mit einem Kopfstoss niedergestreckt hatte. Frankreich verlor die Partie in Berlin im Penaltyschiessen, der «Coup de Boule» ging in die Geschichte ein.

In Italien etablierte sich Zidane allerdings auch als einer der besten Fussballer der Historie: Von 1996 bis 2001 lief er für Juventus Turin auf, holte in dieser Zeit zweimal den «Scudetto» und erreichte 1997 und 1998 jeweils den Champions-League-Final. 1998 wurde er auch erstmals als Weltfussballer des Jahres ausgezeichnet. Zidane über Kopfstoss: «Bereue es nicht» Box aufklappen Box zuklappen Vor dem Duell am Freitag erklärte Zidane zum berühmt-berüchtigten Kopfstoss: «Ich bereue es nicht, denn das gehört zu meiner Karriere dazu.

» Er sei zwar «nicht stolz auf das, was passiert ist. Das habe ich gesagt, ich habe es wiederholt und ich sage es auch heute noch. » Aber das gehöre «zu einem Lebensweg dazu: Man kann nicht nur schöne Dinge tun. Ich glaube, wir alle befinden uns auf einem Lebensweg, auf dem wir Dinge tun, die nicht gerade toll sind.

» Der Ball ist immer noch sein Freund Auch mit inzwischen 54 Jahren hat Zidane das Ballgefühl von damals nicht verloren. Wie schon in seiner Zeit als Trainer von Real Madrid schwärmen die Spieler von seinen technischen Fähigkeiten.

«Ich war verblüfft von seinem Repertoire im Training. Er hat nichts verlernt», sagte Roma-Söldner Manu Koné an der Medienkonferenz vor der Partie. Allgemein sei Zidane sehr nahe an der Mannschaft und vermittle den Spielern Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Mit Herz und Seele dabei Bei seiner Vorstellung Ende Juli hatte Zidane, sonst kein Mann der grossen Worte, seine Vorfreude auf den Job nicht verheimlicht.

«Es gibt nichts Grösseres als die französische Nationalmannschaft», sagte er. Dass er mit Leib und Seele dabei ist, zeigte seine Reaktion auf den späten Siegtreffer Michael Olises in Belgien am Montag: Zidane setzte zum Spurt an und drosch aus Freude auf einen Ball an der Seitenlinie ein, als müsste er wie früher selbst den Treffer erzielen. Bei Fans und Medien kommen solche Aktionen gut an.

Das Pariser Publikum im mit 80'000 Zuschauenden ausverkauften Stadion in Saint-Denis dürfte der lebenden Legende einen warmen Empfang bereiten. Nations League

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