Christa Pike nach gescheiterter Hinrichtung weiterhin bewusstlos

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Christa Pike nach gescheiterter Hinrichtung weiterhin bewusstlos
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Die zum Tode verurteilte Christa Pike liegt nach einem fehlgeschlagenen Hinrichtungsversuch in Tennessee weiterhin bewusstlos auf der Intensivstation und wird künstlich beatmet. Laut ihren Anwälten wurde das stark alkalische Pentobarbital über fehlerhaft platzierteintravenöse Zugänge verabreicht und verursachte schwere Verbrennungen an ihren Armen. Das Krankenhaus versucht, die Substanz aus ihrem Körper zu entfernen und ihr Leben zu retten.

Die im US-Bundesstaat Tennessee zum Tod verurteilte Mörderin Christa Pike ist laut ihren Anwälten nach ihrer gescheiterten Hinrichtung weiter bewusstlos und an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Pike sei intubiert und werde in einem Krankenhaus in Nashville künstlich beatmet, schrieben Pikes Anwälte in einem Gerichtsantrag vom Freitag. ARCHIV - Alonzo Hughes nimmt an einer «March 4 Mercy»-Demonstration gegen die Todesstrafe vor dem Tennessee State Capitol teil, im Vorfeld der für den 30.09.2026 angesetzten Hinr... - Keystone/AP/George Walker IV Die 50-Jährige sollte am Mittwochabend mit einer Giftspritze hingerichtet werden.

Doch nachdem ihr nach Angaben der Behörden die im Protokoll vorgesehenen zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht worden waren, lebte sie weiter. Pike befindet sich demnach seit der gescheiterten Hinrichtung in kritischem Zustand. Das Krankenhauspersonal arbeite daran, ihr Leben zu retten und das verabreichte Pentobarbital aus ihrem Körper zu entfernen, schrieben die Anwälte. Am Donnerstag hatte Pikes Anwalt Randy Spivey erklärt, das Personal habe bei der versuchten Hinrichtung etwa eine Stunde erfolglos versucht, einen intravenösen Zugang zu legen.

«Ich zählte allein in ihrem linken Arm mindestens sieben Nadeln», sagte Spivey. Laut Gerichtsantrag war eine davon beim Herausziehen um 90 Grad verbogen. Während der Prozedur habe man Pike weinen gehört. Sie habe laut geatmet und gesagt: «Mein Arm fühlt sich an, als würde er gleich aufplatzen».

Ein anderes Mal habe sie gefragt, ob das normal sei. Bei der Einlieferung ins Krankenhaus seien beide Arme der 50-Jährigen «geschwollen, verbrannt und mit Blasen übersät» gewesen. Sachverständige werden in dem Antrag zitiert, wonach das injizierte Pentobarbital stark alkalisch sei und bei Kontakt Verbrennungen an Haut, Gewebe und Venen verursache. Während der Hinrichtung habe sich ihr rechter Arm laut ihren Anwälten violett verfärbt.

Mit der Hinrichtung betraute Personen bemerkten laut Angaben der Anwälte offenbar nicht, dass das Gift «ganz oder teilweise» in das umliegende Gewebe statt in Pikes Venen gelangte. So wurde entschieden, der verurteilten Mörderin eine weitere Dosis Pentobarbital zu verabreichen. Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, setzte nach dem Vorfall alle weiteren Hinrichtungen für den Rest des Jahres aus und ordnete eine umfassende Untersuchung durch eine externe Stelle an.

Es ist offen, ob und unter welchen Bedingungen derdie Hinrichtung des Gefangenen Tony Carruthers abbrechen müssen, nachdem es nicht gelungen war, die erforderlichen intravenösen Zugänge zu legen. Anders als bei Pike wurde ihm das tödliche Medikament damals jedoch nicht verabreicht. Auch der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres äusserte sich zu den Entwicklungen in dem Fall.

«Wir vertreten den Standpunkt, dass es dienicht geben sollte», sagte der Sprecher auf eine entsprechende Frage von Journalisten. Dazu hätten sich die Vereinten Nationen stets sehr offen geäussert, «unabhängig davon, in welchem Land sie noch besteht. »ist in mehr als zwei Dutzend der 50 US-Bundesstaaten zugelassen, allerdings wird sie vielerorts de facto nicht mehr vollstreckt. Laut Death Penalty Information Center wurden in den USA im laufenden Jahr bis zum 24.

September 28 Straftäter hingerichtet.an der 19 Jahre alten Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt. 1995 hatten drei Teenager das Opfer in einem abgelegenen Gebiet nahe der University of Tennessee in Knoxville gefoltert und getötet. Nach Angaben der gemeinnützigen Organisation Death Penalty Information Center ist Pike die Einzige der drei, die zum Tode verurteilt wurde. Ihr damaliger Freund war zum Zeitpunkt der Tat 17 Jahre alt und erhielt eine lebenslange Haftstrafe. Eine weitere 18-Jährige wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

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