Die Cembra Money Bank zieht im Herbst 2027 mit rund 660 Mitarbeitenden vom Zürcher Standort ins Konnex-Gebäude im Badener Industriequartier. Der Umzug dient der Anpassung an moderne Arbeitsbedingungen und stärkt Baden als Wirtschaftsstandort.
Die Cembra Money Bank zieht im kommenden Jahr von Zürich ins Konnex-Gebäude im Baden er Industriequartier. Für Baden ist die Ansiedlung ein weiterer wichtiger Erfolg als Wirtschaft sstandort.
Rund 660 Mitarbeitende wechseln im Herbst 2027 mit dem Hauptsitz an den neuen Standort. Für Baden bringt der Zuzug einen grossen Schub: Mehrere Hundert Arbeitsplätze stärken Gastronomie, Dienstleister und die Umgebung. Baden gewinnt einen namhaften Neuzugang: Die Cembra Money Bank verlegt ihren Hauptsitz von Zürich ins Konnex im Badener Industriequartier. Wie das börsenkotierte Unternehmen am Donnerstag mitteilt, soll der Umzug voraussichtlich im Herbst 2027 erfolgen.
Die Schweizer Bank bietet unter anderem Leasing, Privatkredite, Kreditkarten sowie Sparprodukte an und beschäftigt schweizweit rund 800 Mitarbeitende. Davon wechseln rund 660 vom heutigen Hauptsitz in Zürich Altstetten nach Baden, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilt. Die übrigen Mitarbeitenden bleiben an den regionalen Standorten in Bern, Lausanne, Lugano, St. Gallen und Zürich-City. Dem Entscheid ging eine langfristige Standort- und Flächenplanung voraus.
«Unsere Anforderungen an die Arbeitsumgebung haben sich in den vergangenen Jahren verändert, insbesondere auch mit den hybriden Arbeitsformen», schreibt Cembra. Die heutigen Räumlichkeiten im Geschäftshaus «A1 Move» in Zürich seien für andere Bedürfnisse konzipiert worden, «und die Gestaltungsmöglichkeiten sind beschränkt». Auch CEO Holger Laubenthal begründet den Umzug mit den veränderten Anforderungen an die Arbeitswelt: «Wir wollen sicherstellen, dass unsere Arbeitsumgebung langfristig zu unserer Unternehmenskultur, unseren Zielen und den Bedürfnissen unserer Mitarbeitenden passt», wird er in der Medienmitteilung zitiert.
«Mit dem neuen Hauptsitz in Baden schaffen wir dafür optimale Voraussetzungen. »Die Bank prüfte nach eigenen Angaben verschiedene Objekte, darunter auch in Zürich. Ausschlaggebend sei letztlich gewesen, welcher Standort den heutigen und künftigen Anforderungen des Unternehmens am besten entspreche. Das Konnex decke die Bedürfnisse optimal ab, so Cembra.
Es biete eine moderne und flexible Arbeitsumgebung. Zudem überzeugten die zentrale Lage beim Bahnhof und die sehr gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Die zentrale Lage und die gute ÖV-Anbindung waren für Cembra wichtige Argumente: Das Konnex liegt nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Baden entfernt. Mit Cembra gewinnt das Konnex einen weiteren Ankermieter.
Als solcher gilt ein Unternehmen, das einen grossen Teil der Mietflächen belegt und den Standort mitprägt. Der Gebäudekomplex auf dem ehemaligen BBC-/ABB-Areal wurdeInzwischen liegt der Vermietungsstand laut Vermarkterin Anke Claussen von Colliers bei über 92 Prozent. Rund 2500 Quadratmeter Fläche stehen noch zur Verfügung. Die Vermarktungsgesellschaft Collierst stand bereits seit einigen Monaten mit Cembra in Kontakt.
Die Bank mietet nun eine zusammenhängende Bürounit über mehrere Etagen. Zu den grössten Mietern gehören die SV Group, die den Gastronomie- und Konferenzbereich sowie sämtliche zwölf Meetingräume betreibt, sowie der IT-Dienstleister Aveniq, der eine der fünf Bürounits komplett belegt. Ebenfalls viel Fläche nutzt City Pop mit 119 Business-Apartments. Hinzu kommen Unternehmen wie Liebherr, Harting, die Psychiatrischen Dienste Aargau und seit diesem Sommer auch die Wirtschaftsprüferin OBT AG, Eine Bank war im bisherigen Mietermix noch nicht vertreten.
«Cembra ergänzt die Konnex-Community deshalb ideal», sagt Vermarkterin Anke Claussen. Bis im Frühling 2021 wurde das Gebäude jeweils von nur einem Unternehmen genutzt: zuerst von der ABB, später von Alstom und zuletzt von GE. Nach einem mehrjährigen Umbau entstand daraus ein Gebäudekomplex mit Büros, Gastronomie, Konferenzräumen und Business-Apartments, in dem heute zahlreiche Unternehmen unter einem Dach arbeiten. Thomas Lütolf, Leiter der Kontaktstelle Wirtschaft der Stadt Baden, wertet den Zuzug als wichtigen Erfolg für den Standort.
Im Zentrum stünden dabei nicht in erster Linie mögliche Steuereinnahmen, sondern die Arbeitsplätze und ihr wirtschaftlicher Effekt.
«Wenn mehrere Hundert Mitarbeitende an einem Ort arbeiten, profitieren Gastronomie, Dienstleister, Freizeitanbieter und Zulieferer in der ganzen Umgebung», sagt er. Auf die Standortkosten angesprochen, sagt Lütolf: «Die Mietpreise am Bahnhof Baden gehören zwar zu den höchsten im Aargau. Im Vergleich zu Zürich sind sie aber weiterhin attraktiv. » Erst kürzlich hatte auch die Bank Vontobel ihren Wegzug aus Zürich auf 2030 angekündigt – allerdings ins zugerische Baar.
Für Unternehmen werde heute auch immer wichtiger, was Mitarbeitende am Arbeitsort erwarteten, sagt Lütolf. In den Gesprächen mit Cembra habe das Unternehmen wissen wollen, was Baden im Alltag biete. Die kompakte Innenstadt mit Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Kultur und kurzen Wegen sei dabei ein grosser Vorteil. Für Baden sei dies eine Chance zu zeigen, was die Stadt zu bieten habe.
Wo einst industrielle Entwicklungen unter strengster Geheimhaltung entstanden, ist ein offener Ort für Arbeit, Wohnen und Begegnung entstanden. An der Eröffnungsfeier des Konnex erhielten die Gäste Einblick in den Mikrokosmos, in Bauchspiegelungen und noch relativ karge Apartments. Warum einer der grössten Wirtschaftsprüfer der Schweiz lieber nach Baden statt nach Aarau zieht Die OBT AG verlegt ihren einzigen Aargauer Standort von Brugg nach Baden in den Konnex – und entscheidet sich damit gegen die Kantonshauptstadt Aarau.
Der designierte CEO erklärt die Gründe für diesen strategischen Schritt. Im Konnex schlägt jetzt ein kulinarisches Herz: Das «Nexus» macht aus dem ehemaligen Bürobau einen Begegnungsort Mit der Eröffnung des neuen Restaurants vollendet sich das Grossprojekt unweit des Bahnhofs Baden. Der Meilenstein wurde festlich zelebriert – und das breite Angebot von veganen Gerichten bis zur Grill-Ecke vorgestellt.
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Der Umzug in den Konnex, in dem Aveniq fünf Etagen belegt, ist für CEO Christophe Macherel ein Bekenntnis zum Standort Baden. Wie er seinen 430 Mitarbeitenden das Büro wieder schmackhaft machen will. Copyright © Aargauer Zeitung. Alle Rechte vorbehalten.
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