Bütschwil-Ganterschwil SG: Warum die Wasserreserven noch lange Zeit brauchen

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Bütschwil-Ganterschwil SG: Warum die Wasserreserven noch lange Zeit brauchen
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Nach dem trockenen Sommer schütten die Quellen im Toggenburg weiter unterdurchschnittlich. Bütschwil-Ganterschwil SG ruft zum Wassersparen auf.

Nach dem trockenen Sommer schütten die Quellen im Toggenburg weiter unterdurchschnittlich. Bütschwil-Ganterschwil SG ruft zum Wassersparen auf. Die Erholung ist an Wiesen, Gärten und Wäldern bereits deutlich sichtbar.

Für die Grundwasserreserven und Quellen bedeuten einige Regentage jedoch noch keine nachhaltige Entspannung. Deshalb bleibt ein bewusster Umgang mit Trinkwasser weiterhin wichtig. Nach längeren trockenen Phasen reagiert die Vegetation vergleichsweise rasch auf Niederschläge. Schon nach wenigen Regentagen wird die Landschaft wieder grüner.

Unter der Erdoberfläche sieht die Situation anders aus: Das Regenwasser muss zuerst in den Boden eindringen und durch verschiedene Bodenschichten versickern, bevor es das Grundwasser erreicht oder sich auf die Schüttung von Quellen auswirkt. Wie schnell dieser Prozess abläuft, hängt unter anderem von der Niederschlagsmenge und -dauer, der Bodenbeschaffenheit sowie den geologischen Verhältnissen ab. Einzelne Regentage verbessern die Situation, reichen nach dem trockenen Sommer 2026 jedoch nicht aus, damit sich Grundwasser und Quellen nachhaltig erholen können.

Die Quellschüttungen sind nach wie vor unterdurchschnittlich. Auch die Grundwasserstände liegen deutlich unter dem langjährigen Mittel und sind teilweise weiterhin rückläufig. Für eine nachhaltige Erholung braucht es deshalb über einen längeren Zeitraum ausreichende Niederschläge. Trinkwasser ist eine wertvolle regionale Ressource.

Es steht uns täglich in hoher Qualität zur Verfügung – zum Trinken und Kochen ebenso wie für Haushalt, Gewerbe und Landwirtschaft. Damit dies auch während längerer Trockenperioden gewährleistet werden kann, bleibt ein bewusster Umgang mitnicht unnötig laufen lassen, Wasch- und Geschirrspülmaschinen möglichst gut auslasten, beim Bewässern von Gärten gezielt vorgehen und, wo möglich, Regenwasser nutzen. Die regionalen Wasserversorgungen beobachten die Entwicklung der Quellen und Grundwasservorkommen laufend.

Sie tauschen sich untereinander aus und treffen die notwendigen Vorkehrungen, um die Wasserversorgung in der Region auch bei länger anhaltender Trockenheit möglichst sicherzustellen. Zudem erarbeitete der Regionale Führungsstab in diesem Jahr vorbereitend ein Konzept für die Trinkwasserversorgung in schweren Mangellagen.

Mit der Informationskampagne «Jeder Tropfen zählt» möchten die Wasserversorger im Toggenburg gemeinsam mit dem Regionalen Führungsstab und der Bevölkerungsschutzkommission in den kommenden Wochen verstärkt darüber informieren, woher unser Trinkwasser kommt, weshalb sich unsere Wasserreserven nur langsam erholen und wie jede und jeder mit einfachen Massnahmen zu einem bewussten Umgang mit Trinkwasser beitragen kann. Grob gesagt gelangt maximal rund ein Drittel des Regens nach Wochen oder Monaten ins Grundwasser. Davon können schliesslich etwa 10 Prozent genutzt werden.

Aus 100 Litern Regen werden so rund 2 bis 3 Liter nutzbaresFür ein Glas Trinkwasser mit 2,5 dl braucht es ungefähr 10 Liter Regen pro Quadratmeter – das entspricht rund 10 mm Niederschlag. Ein normaler Regentag im Toggenburg bringt etwa 10 bis 15 mm Niederschlag. Überschlagmässig gerechnet entsteht aus dem Regen auf einem Quadratmeter Landfläche die Wassermenge für ein Glas Trinkwasser.

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