Mehrere tausend Kubikmeter Felsmaterial sind aus einer Felswand auf die Schutthalde über Brienz/Brinzauls gestürzt. Dies führt zu einer markanten Beschleunigung der Rutschung, die das Dorf erneut evakuieren lassen musste.
Mehrere tausend Kubikmeter Material sind aus einer Felswand auf die Schutthalde über Brienz/Brinzauls gestürzt. Dies führt zu einer markanten Beschleunigung der Rutschung über dem evakuierten Bündner Bergdorf. Seit Mitte November ist das Dorf Brienz/Brinzauls in der Gemeinde Albula zum zweiten Mal innert zweier Jahre evakuiert. Die 91 Bewohnerinnen und Bewohner mussten ihre Häuser mitsamt ihren Haus- und Nutztieren wegen der Gefahr eines erneuten Bergsturz es verlassen. Und das bis auf Weiteres.
Wie der Gemeindeführungsstab Albula/Alvra in seinem jüngsten Bulletin vom Freitag schreibt, kam es in der Nacht auf den 4. Januar in der Tat wieder zu einem Bergsturz. «Einige Tausend Kubikmeter Felsmaterial» seien damals aus der Felswand hoch über Brienz ausgebrochen und auf die darunterliegende, sogenannte «obere Schutthalde» gestürzt. Die hohe Geschwindigkeit dieser Schutthalde in Richtung Talgrund ist bekanntlich die Ursache für die gegenwärtige erneute Evakuierung des Bergdorfs. Unter dem zusätzlichen Druck habe sich die Bewegung in der Folge nochmals «markant beschleunigt», schreibt der Gemeindeführungsstab weiter. Davor sei die Geschwindigkeit der «Schutthalde oben» seit vergangenem Mai jeweils stark beeinträchtigt gewesen durch Niederschläge. Zudem hat sich aufgrund des Felssturzes von Anfang Jahr laut dem Gemeindeführungsstab auch die Geschwindigkeit der sogenannten «Insel West» und der «Insel Ost» «markant beschleunigt». Allerdings gingen sie seither «bereits wieder langsam zurück». Dasselbe gelte auch für die Rutschungen im Gebiet «Front» und «Plateau». Und das alles, obwohl inzwischen auch der Entwässerungsstollen in Betrieb ist. Fazit der Experten: «Ein Abgehen der ‹Schutthalde oben› ist ohne Vorwarnung und ohne neue Niederschläge möglich.» Dies, auch wenn sie die Wahrscheinlichkeit dafür derzeit als «gering» einschätzen. Und weiter heisst es in der aktuellsten Prognose vom Freitag: Spätestens nach Niederschlägen oder wenn die Schneeschmelze einsetzt, werde «eine erneute Beschleunigung erwartet». Entsprechend könne die Entwicklung bis zum Frühling aktuell auch «noch nicht vorhergesagt» werden. Die Geschwindigkeiten der Rutschung «Dorf» haben laut Gemeindeführungsorgan derweil «deutlich abgenommen» - wenn auch «auf hohem Niveau», wie es in der Mitteilung heisst. Konkret bewege sich das Messhäuschen im Dorf aktuell etwa 1.9 Meter pro Jahr abwärts. Damit liegt der Messwert zum ersten Mal seit dem vergangenen Frühling wieder unter dem Wert von 2 Metern pro Jahr. Bereits 2023 war das Dorf wegen Bergsturzgefahr für Mensch und Tier gesperrt. Konkret war Brienz/Brinzauls von Mitte Mai bis Mitte Juni komplett evakuiert.
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