Bergrettung Schweiz: 3500 Retter und fast 4000 Einsätze im Jahr 2025

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Bergrettung Schweiz: 3500 Retter und fast 4000 Einsätze im Jahr 2025
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Die Alpine Rettung Schweiz organisiert mit rund 3500 Retterinnen und Rettern in 83 Stationen lebenswichtige Bergrettungseinsätze. 2025 mussten fast 4000 Menschen gerettet werden.

Die Bergrettung in der Schweiz stützt sich auf ein hoch spezialisiertes Netzwerk aus Bergrettern, Rettungsflugwacht, Polizei, medizinischen Einsatzkräften und weiteren Spezialisten. Allein die Alpine Rettung Schweiz, kurz ARS, organisiert rund 3500 Retterinnen und Retter, die in 83 Rettungsstationen bereitstehen. Sie gelangen zu Fuss, mit Ski, Geländefahrzeugen oder gemeinsam mit Helikoptercrews dorthin, wo herkömmliche Rettungsdienste an ihre Grenzen stossen. Nach der Bergnotfallstatistik des Schweizer Alpen-Club s mussten im Jahr 2025 fast 4000 Menschen beim Bergsport in der Schweiz gerettet werden.

Wenn die normale Ambulanz nicht mehr weiterkommt

Berge, Schluchten, Gletscher, Felswände, Wälder und abgelegene Täler sorgen dafür, dass Einsatzorte teilweise weder mit einem Rettungswagen noch mit einem normalen Einsatzfahrzeug erreichbar sind. Die Alpine Rettung Schweiz leistet terrestrische Rettungseinsätze für Menschen, die im alpinen, voralpinen oder anderweitig schwer zugänglichen Gelände in Not geraten. Die Stiftung wurde 2005 vom Schweizer Alpen-Club SAC und der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega gegründet.

Die Rettungsstationen sind sieben Regionalvereinen zugeordnet. Die Verteilung der Stationen soll ermöglichen, dass lokale Einsatzkräfte möglichst schnell an einem Unfallort eintreffen können. Die Retterinnen und Retter wissen, welche Wege und Zustiege möglich sind, wo sich gefährliche Passagen befinden und wie ein bestimmter Einsatzort unter den jeweiligen Wetter- und Geländebedingungen erreicht werden kann.

Ehrenamtliches Engagement und Ausbildung

Eine Besonderheit der Schweizer Bergrettung ist, dass sich ein grosser Teil der Einsatzkräfte ehrenamtlich engagiert. Die rund 3500 Retterinnen und Retter der Alpinen Rettung Schweiz absolvieren jedes Jahr Hunderte Ausbildungsstunden. Viele kennen Berge und Einsatzgebiet seit Jahren und bringen zusätzlich berufliche oder alpine Fachkenntnisse mit.

Wie wichtig dieses Rettungsnetz ist, zeigen die aktuellen Zahlen. Nach der Bergnotfallstatistik des Schweizer Alpen-Clubs mussten 2025 fast 4000 Menschen beim Bergsport in der Schweiz gerettet werden. Dabei bedeutet eine Bergrettung keineswegs immer, dass jemand schwer verletzt ist. Menschen können sich verirren, erschöpft sein, den Rückweg nicht mehr schaffen, durch Wetterveränderungen blockiert werden oder sich in einem Gelände befinden, aus dem sie ohne Hilfe nicht mehr sicher herauskommen.

Ein grosser Teil der Einsätze ereignet sich beim Wandern. Dort wurden 157 Bergrettungseinsätze sowie zusätzlich 83 First-Responder-Plus-Einsätze verzeichnet – ein neuer Höchstwert. Auch die Zahlen aus dem Kanton Bern verdeutlichen die Entwicklung. Damit wurde erstmals die Marke von 300 Einsätzen überschritten. Insgesamt standen während des Jahres 794 Retterinnen und Retter im Einsatz.

Zusammenarbeit und spezialisierte Rettungsmittel

Ein Bergrettungseinsatz ist häufig keine Angelegenheit einer einzelnen Organisation. Der Rettungshelikopter ist aus der Schweizer Bergrettung nicht wegzudenken. Steile Felswände, Wälder, Hochspannungsleitungen, schwierige Windverhältnisse oder fehlende Landeflächen können einen direkten Zugang verhindern.

Rettungsspezialisten, häufig mit RSH abgekürzt, kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn ein Unfallort schwierig zugänglich ist und spezielle alpine Fähigkeiten benötigt werden. Sie können beispielsweise bei Einsätzen in Felswänden, schwierigem Gelände oder anderen exponierten Situationen eingesetzt werden. Während die Helikoptercrew für Flug und medizinische Versorgung zuständig ist, bringt der Rettungsspezialist zusätzliche technische und alpine Fähigkeiten in den Einsatz ein.

Speziell ausgebildete Lawinenhunde können nach verschütteten Menschen suchen. Geländesuchhunde unterstützen Einsatzkräfte bei der Suche nach vermissten Personen in grossen oder unübersichtlichen Gebieten. Lawinen- und Geländesuchhunde sind ein wichtiger Bestandteil der alpinen Rettung. Ihre feine Nase ermöglicht es, grosse Gebiete abzusuchen oder Hinweise auf verschüttete und vermisste Menschen zu finden. Hund und Hundeführer bilden dabei ein eingespieltes Rettungsteam.

Rettungshunde sind weit mehr als Begleiter der Bergretter. In bestimmten Einsatzsituationen werden sie selbst zu einem entscheidenden Suchmittel. Besonders wichtig sind in der alpinen Rettung Lawinenhunde und Geländesuchhunde. Während Lawinenhunde speziell für die Suche nach verschütteten Menschen im Schnee ausgebildet werden, kommen Geländesuchhunde bei der Suche nach vermissten Personen in unübersichtlichem oder weitläufigem Gelände zum Einsatz. Ein Hund kann mit seinem ausgeprägten Geruchssinn menschliche Witterung wahrnehmen und dadurch Gebiete absuchen, in denen eine Suche allein mit menschlichen Einsatzkräften sehr aufwendig wäre. Das kann bei der Suche nach einem vermissten Wanderer ebenso wichtig sein wie nach einem Bergsteiger, der nach Einbruch der Dunkelheit nicht zurückgekehrt ist. Hund und Hundeführer müssen sich gegenseitig verstehen und auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig zusammenarbeiten.

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