In Berlin-Friedrichshain sollen Bauarbeiter mehrfach angegriffen worden sein. Zwei Männer wurden verletzt, einer von einer Glasflasche am Kopf getroffen. Am Donnerstag rückte die Polizei mit rund 200 Einsatzkräften zu einem besetzten ehemaligen Hostel aus.
In Berlin-Friedrichshain sollen Bauarbeiter mehrfach angegriffen worden sein. Zwei Männer wurden verletzt, einer von einer Glasflasche am Kopf getroffen. Am Donnerstag rückte die Polizei mit rund 200 Einsatzkräften zu einem besetzten ehemaligen Hostel aus.
Rund 200 Polizistinnen und Polizisten durchsuchten daraufhin ein besetztes ehemaliges Hostel. Mit rund 200 Einsatzkräften ist die Berliner Polizei am Donnerstag in einem besetzten Gebäude in Friedrichshain angerückt. Hintergrund sind mehrere mutmassliche Angriffe auf Bauarbeiter und Sicherheitsmitarbeiter. Bei dem Gebäude handelt es sich laut Polizei um ein ehemaliges Hostel, das eigentlich leer steht, derzeit aber besetzt ist.
Zwei Bauarbeiter sollen bereits am Mittwoch mit Urin übergossen worden sein. Bei weiteren Angriffen wurden die beiden Männer laut Polizei verletzt. Einer der Bauarbeiter wurde demnach von einer Glasflasche am Kopf getroffen. Der zweite Mann erlitt Schnittverletzungen im Gesicht, als Glas zersplitterte.
Rettungskräfte kümmerten sich um die Verletzten. Bei der Durchsuchung des Gebäudes stellten die Einsatzkräfte mehrere Gegenstände sicher. Darunter befanden sich laut Polizei Schlagwerkzeuge und Schreckschusswaffen. Besonders ungewöhnlich: Die Beamten beschlagnahmten auch Flaschen mit Urin, die mit Pyrotechnik versehen gewesen sein sollen.
Der Geschäftsführer der zuständigen Baufirma, zwei Mitarbeiter sowie Angehörige eines Sicherheitsdienstes gaben an, während der Arbeiten mehrfach körperlich angegriffen worden zu sein. Während des Polizeieinsatzes versammelten sich in der Nähe laut Polizei zeitweise rund 70 Menschen zu einer Mahnwache und solidarisierten sich mit den Personen im Gebäude. Ein Teil der Anwesenden war demnach vermummt. Um weitere Auseinandersetzungen zu verhindern, ordnete die Polizei vorübergehend einen Baustopp an und sperrte das Gebiet rund um das Haus ab.
Die Ermittlungen hat inzwischen der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts übernommen. Ermittelt wird unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Grundlage für die Durchsuchung war nach Polizeiangaben ein Beschluss des Amtsgerichts Tiergarten. Eine Räumung des besetzten Hauses sei nicht Ziel des Einsatzes gewesen. Vielmehr sollten die Identitäten der Personen im Gebäude festgestellt werden.
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