Die Banklizenz ist weg. Jetzt steht das Luxemburger Bankhaus unter Zwangsverwaltung der Finanzaufsicht CSSF. Ins Zentrum des Interesses rückt der Eigentümer: Stammvater David «Spotty» Rowland drohen aufsichtsrechtliche Sanktionen. Und offenbar will die UBS seine ...
Die Banklizenz ist weg. Jetzt steht das Luxemburger Bankhaus unter Zwangsverwaltung der Finanzaufsicht CSSF . Ins Zentrum des Interesses rückt der Eigentümer: Stammvater David « Spotty » Rowland drohen aufsichtsrechtliche Sanktionen. Und offenbar will die UBS seine britische Milliardärsfamilie vor die Tür stellen.
Ihren Kunden sowie der Öffentlichkeit gegenüber sagte die Banque Havilland anfangs August: «Wir verstehen, dass viele Fragen auftauchen werden, und wir sind entschlossen, zeitnah und transparent zu informieren.»Die Bank hat bis dato keine Begründungen für ihre existentiellen regulatorischen Schwierigkeiten geliefert. Und auch die Regulatoren halten sich, einem Eiertanz gleich, bedeckt.
Persönlicher Freund des seinerseits skandalumwitterten Prinz Andrew, der international Türen für Havilland öffnete, Grossspender und kurzzeitiger Kassier der konservativen Tory-Partei, und nach eigener Darstellung früher auch Vertrauter der Premierministerin Margaret Thatcher: David Rowland ist sicherlich eine der farbenprächtigsten Figuren der an Charakteren reichen englischen Wirtschaft.
Interessant ist in diesem Zusammenhang jedoch ein Vorfall zwischen dem Havilland-Eigentümer David Rowland und einem anderen Oligarchen, Boris Rotenberg. Dieser soll bereits in dessen frühen St. Petersburger Zeiten mit Russlands Präsidenten Vladimir Putin dem Boxsport gefrönt haben und stieg später zu einem ansehnlichen Reichtum von rund 4 Milliarden US-Dollar auf.
Von der zeitlichen Abfolge – das Daten-Leak bei Rotenberg ereignete sich vor gut einem Jahr – wäre es möglich, dass dieser Fall den luxemburgischen Behörden und der EZB als Grund diente, jetzt gegen die Bank einzuschreiten.Bereits im Jahr 2018 war die Banque Havilland in Luxemburg wegen – damals immerhin noch unspezifisch genannten – Defiziten bei der Geldwäscherei-Vorkehr mit 4 Millionen Euro gebüsst worden.
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