Assistierter Suizid in der Schweiz: Marie nimmt sich das Leben

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Assistierter Suizid in der Schweiz: Marie nimmt sich das Leben
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Eine 44-jährige Französin, die ihr Leben lang unter Depressionen litt, hat sich in der Schweiz durch Assistierten Suizid das Leben genommen. Sie war in der Schweiz, dem einzigen Land, wo Suizidhilfe für Ausländer legal ist.

Sterbetourismus : Ausländer kosten die Schweiz zu viel – jetzt hat ein Kanton eine Lösung gefundenMarie steht auf einem Balkon im Weiler Roderis in Nunningen SO und raucht ihre letzte Zigarette. Ihr Blick schweift über die Jurahügel. In einer Baumkrone vor dem Haus glitzern Tausende Wassertropfen, welche die Sonne aus dem Raureif der Nacht geschmolzen hat. Marie bläst den Rauch in die kalte Morgenluft und lächelt. Sie ist erleichtert, dass sie endlich sterben kann.

Marie ist ein untypischer Fall. Sie ist jung und ihre Hauptdiagnose besteht aus einer Depression. Doch in der Schweiz ist ihr assistierter Suizid legal, weil dafür nur eine Voraussetzung erfüllt sein muss: Die Patientin muss urteilsfähig sein. Ein Psychiater bestätigte dies.Marie geht zurück ins Zimmer und trennt sich von ihrem Besitz.

Diese Untersuchungen sind eine doppelte Belastung. Für die Angehörigen, weil sie in einem intimen Moment in einen Polizeieinsatz geraten. Und für die Staatskasse, weil selbst bei einem schlanken Aufgebot wie in Solothurn Kosten von 3000 Franken pro Fall entstehen. Pegasos fährt den Betrieb am neuen Standort langsam hoch. Derzeit sterben hier etwa zwei Personen pro Woche. Künftig rechnet die Organisation mit einer Verdoppelung, mit 220 Fällen pro Jahr. Heute führt sie einen Teil davon an ihrem Standort in Liestal durch. Die 220 Fälle würden für die Solothurner Staatskasse Zusatzausgaben von 660’000 Franken bedeuten.

Die Rechtsmedizin untersucht den Leichnam künftig in ihrem Institut in Basel. Pegasos organisiert und finanziert den Transport dorthin und übernimmt auch die Kosten für die Untersuchung. Ein SVP-Landrat verlangte, dass die Organisationen die Untersuchungskosten übernehmen müssen. Doch der Rechtsdienst des Kantons kam zum Schluss, dass die Strafprozessordnung die Kosten regle. Ein Kanton könne daran nichts ändern. Dafür wäre das Bundesparlament zuständig. Dieses erkannte allerdings keinen Handlungsbedarf und verwarf eine SVP-Initiative.

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