Argentinien feiert nach dem Halbfinale der Weltmeisterschaft 2022 mit einem Plakat, das die Besitzansprüche auf die Falklandinseln, auch Malvinas genannt, erklärt. Der Weltverband Fifa hat politische Botschaften während der WM-Spiele verboten, was dem argentinischen Team Ärger bereiten könnte.
Argentinier feiern mit Plakat zu Krieg um Falklandinseln. Die Malvinas sind argentinisch war in Grossbuchstaben in dunkler Schrift auf einem weissen Laken zu lesen, das unter anderem Mittelfeldspieler Giovani Lo Celso in der Hand hielt.
Das Banner war auch auf den Zuschauerrängen zu sehen gewesen. Argentinien erreichte mit dem 2:1 das WM-Endspiel gegen Spanien. Mit dem Spruch will Argentinien seine vermeintlichen Besitzansprüche auf die sogenannten Malvinas, wie die Inseln in Argentinien heissen, erklären. Argentinien und Grossbritannien hatten 1982 mehr als 70 Tage lang Krieg um die Falklandinseln vor der Küste Argentiniens geführt.
Dabei starben rund 1000 Soldaten. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Bis heute weigert sich Grossbritannien, über den Anspruch auf die Malvinas zu verhandeln. Der Weltverband Fifa verbietet Spielern und Offiziellen rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren.
Dem argentinischen Team könnte damit Ärger drohen. Schon vor der Partie war die Erinnerung an den Falkland-Krieg sehr präsent gewesen. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hatte vor einer Vermischung des WM-Halbfinals mit dem Krieg gewarnt. Das hatte die Vize-Präsidentin seines Landes ganz anders gesehen.
Wir spielen gegen die Piraten-Usurpatoren. Das ist kein Spiel wie jedes andere, schrieb Victoria Villarruel auf X und kündigte an: Ich werde nicht politisch korrekt sein oder mich zurückhalten. Gegen die Engländer geht es um mehr. Villarruels Vater hatte im Krieg um die Falklandinseln für Argentiniens Militärdiktatur gekämpft
Falklandinseln Malvinas Argentinien Grossbritannien Weltmeisterschaft 2022
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