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Antarktis: Friedenszone mit Rohstoffen und grosser Klimabedeutung

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Antarktis: Friedenszone mit Rohstoffen und grosser Klimabedeutung
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Die Welt schaut auf die Arktis, doch die Antarktis bleibt ein Grundpfeiler des Klimas. Der Kontinent ist durch Verträge geschützt und geopolitisch umkämpft.

Grönland gehört zur Arktis und ist in den Fokus der Weltöffentlichkeit geraten, weil Donald Trump die Insel gerne den USA einverleiben würde. Über diese Eroberungsfantasie geht die Antarktis vergessen – das ist ein grosser Fehler.

Das Eis schmilzt in Grönland. Unter dem Eis befinden sich wertvolle und sehr gesuchte Rohstoffe aller Art, darunter seltene Erden, ohne die es gar nicht mehr geht. Die USA haben aus diesem und anderen Gründen mit der Übernahme der Insel gedroht. Ein Deal ist ein Deal – notfalls mit Waffengewalt.

Der Einfluss von China und Russland soll so in Schranken gehalten werden. Die Arktis ist stärker in den Fokus der Weltpolitik gerückt. Darüber geht das fragile Gleichgewicht um die absolut bedeutende Antarktis ins Vergessen. Die Antarktis ist ein Grundpfeiler des Weltklimas, das weisse Herz.

Ein paar Kennzahlen: Der antarktische Eisschild ist die grösste Eismasse der Erde. Er bedeckt fast 14 Millionen km² und enthält 30 Millionen km³ Eis. Rund 90 Prozent des weltweiten Süsswassers sind hier gespeichert. In Ostantarktika ruht das Eis auf einem Festlandmassiv.

In Westantarktika liegt das Bett des Eises stellenweise mehr als 2500 Meter unter dem Meeresspiegel. Der Kontinent birgt Milliarden Tonnen an Bodenschätzen, darunter riesige Erdöl- und Erdgasreserven sowie Kohle, Eisenerz, Gold, Kupfer und Platin. Der Antarktisvertrag besagt: Die Antarktis soll als Land des Friedens bestehen , es darf keine militärische Nutzung stattfinden. Der Kontinent bildet eine kernwaffenfreie Zone.

Jegliche militärischen Massnahmen, das Errichten von Stützpunkten oder das Testen von Waffen sind strengstens verboten. Es gilt die Freiheit der wissenschaftlichen Forschung, bisher erhobene Gebietsansprüche sind aufgeschoben. Alle Forschungsstationen sind offen für Inspektionen durch andere Staaten. Der Vertrag kann jederzeit geändert werden.

Das setzt Einstimmigkeit aller gegenwärtig 58 Vertragsstaaten voraus. Er hat kein Ablaufdatum. Der Abbau von Rohstoffen ist durch das Umweltschutzprotokoll zum Antarktisvertrag strikte untersagt . Das Protokoll kann nur durch einstimmigen Beschluss aller Vertragsparteien des Antarktis-Vertrags ergänzt oder geändert werden.

Nach Ablauf von 50 Jahren seit seinem Inkrafttreten 1998 kann das Abkommen auf Ersuchen einer Vertragspartei überprüft werden. Das heisst, der Bergbau könnte zum Thema werden. Der Klimawandel hat grossen Einfluss auf die Entwicklungen in der Antarktis. Und mit dem Schwinden von Eis und damit dem Zugang zu Bodenschätzen werden die Begehrlichkeiten sicher zunehmen.

Einige Länder unterhalten heute in der Antarktis auffällig viele Forschungsstationen, wohl auch um ihren politischen Einfluss zu sichern. Da der Vertrag eine militärische Nutzung verbietet, ist wissenschaftliche Präsenz die wichtigste Währung, um sich in der Region Einfluss zu verschaffen. So hat China fünf Forschungsstationen und plant eine sechste – dies gewiss mit Blick auf eine mögliche Lockerung des Mining-Verbots in rund 20 Jahren. Und diese Jahre gehen schnell vorbei.

Da ist es gut, präsent zu sein. Russland betreibt übrigens zehn Stationen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass die Eisgebiete schon ganz früh als «Eldorado» galten – kurz gesagt also als Ort, wo man sehr reich werden konnte. Diese Fantasie zeigt sich etwa an der Geschichte von Martin Frobisher , einem englischen Seemann, der zunächst die Nordwestpassage finden wollte, was ihm nicht gelang.

Seine Erwartungen wurden dann vermeintlich übertroffen. Er kam mit schwarzen und glänzenden Steinen nach England zurück. In London kam es zu einem Hype – alle wollten in Minen investieren, die sich in dieser weitentfernten «Meta Incognita» befinden sollten . Später war klar: dieses tonnenweise mitgebrachte «Golderz» war wertloses Pyrit.

Es war das Ende der ersten Finanzblase der Geschichte, in der sich auch die damalige englische Königin verzockte. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben, dass diese Geschichte eine weitere Seite hat, die entsetzlich ist. Frobisher und seine Leute nahmen Inuit gefangen, entführten sie, brachten sie als Beute nach England, um sie auszustellen. Dort verstarben sie nach kurzer Zeit.

Die Liebesgeschichte am Bundesgericht bietet viel Stoff für Süffiges und sehr Peinliches. Aber eigentlich geht es um die Frage: Wo endet die richterliche Unabhängigkeit? Sie endet am Ausgang des Gerichtssaals, muss die Antwort lauten – mit entsprechenden Konsequenzen für die Organisation der Gerichte. In der Schweiz gibt es keine Strafnorm, die besonders vulnerable Personen vor Manipulation oder Druck schützt.

Die Einführung einer solchen Strafnorm muss geprüft werden. Interessenkonflikte sollten vermieden werden. Das ist ein alter Grundsatz. Es ist ein Faktum, dass es unzählige mögliche Konstellationen von Interessenkonflikten gibt und dass jeweils genau auf den Einzelfall geschaut werden muss.

Eigentlich geht es in der Politik oft um die Frage, wo die noch zulässige Interessenwahrung durch Parlamentarier für Unternehmen liegt.

«Es ist ein hartes Pflaster»: So behauptet sich Kernser Pasta seit 90 Jahren gegen die grosse Konkurrenz aus dem Ausland Seit Anfang Jahr ist Carmen Vonwyl Geschäftsführerin des Obwaldner Pastaherstellers. Die Luzernerin erklärt, warum Swissness Fluch und Segen zugleich ist und wie das Unternehmen weiter wachsen kann. Grönland gehört zur Arktis und ist in den Fokus der Weltöffentlichkeit geraten, weil Donald Trump die Insel gerne den USA einverleiben würde.

Über diese Eroberungsfantasie geht die Antarktis vergessen – das ist ein grosser Fehler. Zentralschweizer Exporte fallen unter 20 Milliarden Franken – nur Nidwalden und Uri legen zu Aus der Zentralschweiz wurde im vergangenen Jahr deutlich weniger Ware ins Ausland geliefert. Die neuesten Zahlen der Kantone zeichnen allerdings ein differenzierteres Bild. Copyright © bz Basel.

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