Das Bundesstrafgericht hat am Dienstag im 1MDB-Prozess mit der Befragung eines der beiden Angeklagten, eines schweizerisch-britischen Finanziers, begonnen. Die tatsächlichen oder fiktiven Aktivitäten des Ölkonzerns Petrosaudi standen im Mittelpunkt der Verhandlung. Der Angeklagte sagte vor Gericht, dass er mit seiner Familie in der Schweiz lebe.
09. April 2024 - 19:45Das Bundesstrafgericht hat am Dienstag im 1MDB-Prozess mit der Befragung eines der beiden Angeklagten, eines schweizerisch-britischen Finanziers, begonnen. Die tatsächlichen oder fiktiven Aktivitäten des Ölkonzerns Petrosaudi standen im Mittelpunkt der Verhandlung.
In der Verhandlung betonte der Angeklagte, der im Herbst 2009 bei Petrosaudi eingetreten war, die Verbindungen zwischen dem Unternehmen und der Herrscherfamilie in Saudi-Arabien. So sei das Kapital zu 50 Prozent zwischen Prinz Turki, einem der Söhne von König Abdullah, und dem zweiten Angeklagten, einem schweizerischen und saudischen Staatsangehörigen, gehalten worden. Letzterer soll auch sehr gut mit der königlichen Familie bekannt gewesen sein.
Petrosaudi war zwar in Privatbesitz, hatte aber aufgrund der Nähe zum Staat Saudi-Arabien Zugang zu wichtigen Akteuren der Branche. Der Mann gilt als rechte Hand des Hauptangeklagten, des Chefs von Petrosaudi. Die beiden Männer sollen laut der Bundesanwaltschaft 1,8 Milliarden US-Dollar zum Nachteil des malaysischen Fonds 1MDB veruntreut haben.Mit diesen Aussagen versuchte der Angeklagte, die These der Bundesanwaltschaft zu widerlegen.
Der Gerichtspräsident ging den E-Mail-Verkehr zwischen dem Angeklagten und den anderen Teilnehmern an den Verhandlungen mit 1MDB durch. Für einige berief sich der Betroffene auf sein schwaches Gedächtnis, 15 Jahre nach den Ereignissen.
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