Jennifer McLaughlin aus Alabama plante ihren Tod in der Suizidkapsel Sarco in der Schweiz. Doch wenige Tage vor dem geplanten Termin eskalierte ein Konflikt mit der Organisation hinter dem Sarco, 'The Last Resort'. Die Amerikanerin beschuldigte die Organisation und veröffentlichte im Juli Vorwürfe unter einem Pseudonym. Nun kann die Geschichte anhand von Videodokumentation und Zeugenaussagen umfassender rekonstruiert werden.
Eine 55-jährige Amerikanerin hätte die erste Frau sein sollen, die in der Schweiz in einer Suizid kapsel stirbt. Doch dann kam alles anders. Das Protokoll aus dem Innern der Sterbemaschinerie.Am Tag vor ihrem Tod hatte Jennifer McLaughlin einen letzten Wunsch. Die Öffentlichkeit solle erfahren, was sie in der Schweiz erlebt hat. Deshalb setzte sie sich vor eine Kamera. Sie begann mit den Worten: «Ich bin Jennifer aus Alabama, USA, und das ist meine kleine Geschichte.
Recherchen zeigen: Mindestens 519 Ausländer wählten sie im Jahr 2023. Davon starben 284 mit Pegasos oder Eternal Spirit und 235 gingen zu Dignitas, wie die Organisation offenlegt und Zahlen der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft nahelegen. Exit International hatte die Weltpresse eingeladen, auf Jennifers letzter Reise dabei zu sein. Die «Washington Post», CNN und die Agentur Associated Press. Jennifer war zwar bereit, an der Dokumentation des ersten Sarco-Einsatzes mitzuwirken, der Medienrummel wurde ihr aber zu gross.
Jennifer McLaughlin sagte in ihrem Video: «Das könnte wirklich nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Der Medienzirkus wurde immer priorisiert und ich wurde immer kränker und schwächer. Ich fühlte mich zur Ware gemacht und als solche benutzt, ein blosses Mittel zum Zweck.» Sie habe sich kommerziell ausgenutzt gefühlt. Nicht nur medial, sondern auch finanziell.
Die Wahrheit ist komplizierter. Der Konflikt zeigt, wie heikel der Sterbetourismus sein kann und wie es dabei zu fatalen Missverständnissen kommen kann.schickte. Darin stand, dass alle Involvierten des ersten Sarco-Einsatzes mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen müssten; explizit auch im Kanton Schaffhausen, wo sie sterben sollte. Als sie Fiona Stewart zur Rede stellte, soll diese geantwortet haben, dass in den Zeitungen nur Lügen stünden.
Tom Curran folgte der Anweisung nicht, sondern wechselte die Seiten. Er hielt zu Jennifer und half ihr, eine andere Freitodorganisation in der Schweiz zu finden. Das gelang ihm. Am 26. Juli 2024 starb sie durch eine tödliche Dosis Natrium-Pentobarbital. Das ist der übliche Weg in der Schweiz.
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