Eintöpfe machen nicht nur satt, sondern auch zufrieden. Ein Loblied auf Gerichte aus einer Pfanne.
Wenn Sie im Kartoffelstock keinen See machen, sich Beilage und Sauce ja nicht mischen sollten auf Ihrem Teller, dann lesen Sie besser einen anderen Text auf diesem Onlineportal. Hier geht es nämlich um Eintöpfe.
Gemüse, Sauce, Fleisch, alles miteinander und untereinander. Noch gut in Erinnerung, wenn auch viele Jahre her, sind die Mittagessen bei der spanischen Gastfamilie. Reis, Kichererbsen, Kartoffeln an sämiger Sauce und aus einer einzigen Pfanne kamen in Sevilla auf den Tisch. Wie gut das geschmeckt hat! Seither ist die Eintopfliebe geweckt. Es müssen ja nicht jedes Mal so viel stärkehaltige Zutaten auf einmal sein. Die ganz noble Kochkunst ist das nicht, zugegeben. Aber dafür sehr alltagstauglich. Warum nur Ravioli oder anderes Fertigessen kochen, wenn wenig Zeit fürs Kochen bleibt? Eintöpfe sind ebenfalls schnell zubereitet, meist in 15 bis 30 Minuten. Nach dem schnellen Essen ist die Küche im Nu gemacht. Man hat ja nur eine Pfanne benötigt. Und erst noch das Lieblingsküchenutensil, den bunten Schmortopf.One Pot nennen sich solche Gerichte neumodisch. Angesagte Kochbuchautoren wie Donna Hay und Jamie Oliver haben die Alltagsküche aus einer Pfanne für sich entdeckt. Natürlich kann man auch einfach etwas Gemüse, das vor sich hinwelkt, mit Reis und Bouillon aufkochen. Doch Eintöpfe können viel mehr, als Übriggebliebenes verwerten. Sie sind vielseitig, überraschend und haben etwas Gemütliches. Jedenfalls ist man nach dem Verzehr nicht nur satt, sondern auch zufrieden. Ein Festessen, ganz ohne Prunk. Wir geben zum Beispiel Lasagne in den One Pot, natürlich nicht klassisch in Schichten. Die Platten werden zerbrochen. Oder man nimmt eine frische Pastarolle und schneidet sie mit dem Teigrad in hübsche, kleine Stücke. Dazu etwas Knoblauch, geräucherter Speck, Salbei, Kirschtomaten und Borlotti-Bohnen. Alles mit kochendem Wasser übergiessen und köcheln lassen. Nach 12 Minuten schon steht ein ausgewogenes, gesundes Gericht auf dem Tisch, dass man fortan jede Woche essen könnte. Wer Bohnen nicht mag, zieht vielleicht diese Variante vor: Die Lasagne-Stücke zusammen mit Frühlingszwiebeln, Spinat, Räucherlachs und Hüttenkäse zubereiten. Auch Reis eignet sich wunderbar für One Pots. Wir haben uns in roten Reis mit Peperoni, roten Zwiebeln, Bohnen und Feta verliebt. Unter anderem, weil er so schön anzusehen ist. Auch wenn sich die Kocharbeit in Grenzen hält, ist für diese Variante doch mehr Zeit nötig als für die schnellen Gerichte oben. Die Peperoni rösten zuerst 30 Minuten alleine im Ofen, das Reis gart danach 30 Minuten mit. Vielleicht brauchen Esstraditionalisten und Tellerordnungshüterinnen etwas Mut, um sich an solche kulinarischen Mischmaschs zu wagen. Es wird sich ausbezahlen, versprochen. Spätestens beim Abwasch.«Meine Tochter hat mich zwei Jahre lang gemobbt – ich war als Vater in jeder Hinsicht der Mutter unterlegen» Kinder sind ehrlich. Mögen sie einen Elternteil besser, lassen sie ihn das spüren. Das trifft Mütter wie Väter empfindlich. Wir haben mit dem Buchautoren Tillmann Prüfer darüber gesprochen: Er ist ein gebranntes Kind, wenn es um die Ablehnung durch den eigenen Nachwuchs geht.Ella Mettler setzt ihren Bruder Nemo in Szene – sie ist der kreative Kopf hinter der Schweizer ESC-Kampagne Copyright © St.Galler Tagblatt. Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von St.Galler Tagblatt ist nicht gestattet.
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