Alessandro Romano hat sich für Italien entschieden, doch sein Abschied von der Schweiz könnte ihn teuer zu stehen kommen. Laut «RSI» ist von rund 100'000 Franken die Rede.
Alessandro Romano entscheidet sich gegen die Schweiz – erhält er nun die Quittung? Alessandro Romano hat sich für Italien entschieden, doch sein Abschied von der Schweiz könnte ihn teuer zu stehen kommen.
Laut «RSI» ist von rund 100'000 Franken die Rede. Alessandro Romano lief insgesamt 34 Mal für die Schweizer Juniorenauswahlen auf, nun spielt er für Italien. Der 20-Jährige wurde jahrelang vom Schweizer Fussball-Verband im Rahmen des individuellen Programms «Footuro» gefördert. Alessandro Romano hat sich gegen die Schweizer Nati und für Italien entschieden.
Schon am Freitag besteht für den 20-Jährigen gegen Belgien die Chance auf das Debüt in der Startelf der Azzurri. Der Wechsel von der Schweiz in die italienische Nationalmannschaft könnte für den gebürtigen Winterthurer nun aber finanzielle Konsequenzen haben. » zusammen, dem Programm, mit dem der Schweizer Fussballverband einige der grössten Talente des Landes individuell fördert. Dazu gehören gezieltes Training, zusätzliche Tests, Mentalcoaching, Karriereplanung und ein regelmässiger, monatlicher Austausch.
Romano genoss mehrere Jahre lang die Vorzüge dieses Programms. Wie Nati-Direktor Pierluigi Tami gegenüberDenn seit einigen Jahren muss jeder, der bei «Footuro» einsteigt, eine Vereinbarung mit dem Verband unterschreiben und darin den Willen bekunden, die internationale Karriere mit der Schweiz fortzusetzen. Zwar lassen es die Vorschriften zu, die Nationalmannschaft zu wechseln – allerdings kann der SFV die im Programm verbrachte Zeit eines Spielers dann in Rechnung stellen. Eine offizielle Zahl gibt es nicht.
Nach Berechnungen von «RSI» könnte der SFV insgesamt zwischen 100'000 und 150'000 Franken in den jungen Spieler investiert haben. Der eventuell zurückzuzahlende Betrag könnte sich so auf rund 100'000 Franken belaufen. Der SFV hat den Betrag weder bestätigt noch hat er mitgeteilt, ob der 20-Jährige tatsächlich dazu verpflichtet sein wird, diesen zu zahlen. Tami sagt dazu gegenüber «RSI» jedoch: «Ich bin der Meinung, dass ein Spieler, der eine Vereinbarung unterzeichnet, diese dann auch einhalten muss.
Unabhängig von der Höhe des Betrags. » Im Fall von Romano würde eine eventuelle Abrechnung gemäss «RSI» direkt den Spieler betreffen. Dieser müsste das Geld aus der eigenen Tasche bezahlen, der italienische Verband wäre nicht zur Beteiligung verpflichtet. Romano ist nicht das erste Talent, das im Schweizer System gross geworden ist und sich später für eine andere Nationalmannschaft entschieden hat.
«RSI» erinnert auch an den Fall von Albian Hajdari, der ebenfalls bei Footuro mitgespielt hatte, bevor er sich für den Kosovo entschied. Es ist jedoch nicht bekannt, ob der Verteidiger tatsächlich aufgefordert wurde, Geld zurückzuzahlen. Anders verhält es sich im Fall von Leon Avdullahu, der ebenfalls in den Kosovo gewechselt ist, aber nie in das Footuro-Programm aufgenommen wurde. Mit Leon Avdullahu und Eman Kospo entschieden sich kürzlich gleich zwei hoffnungsvolle Talente, nicht für die Schweizer Nati zu spielen.
Hat die Nati ein Problem mit Doppelbürgern? Nati-Trainer Murat Yakin spricht im Fussball-Talk Heimspiel darüber.
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