Wenn das Atomkraftwerk Beznau im Jahr 2033 stillgelegt wird, fällt der Strom für rund 1,3 Millionen Haushalte weg. Wie diese Lücke geschlossen werden soll, ist politisch umstritten – einfache Lösungen gibt es nicht. Der Kommentar.
Wenn das Atomkraftwerk Beznau im Jahr 2033 stillgelegt wird, fällt der Strom für rund 1,3 Millionen Haushalte weg. Wie diese Lücke geschlossen werden soll, ist politisch umstritten – einfache Lösungen gibt es nicht. Der Kommentar.«Jede Kilowattstunde zählt». Das sagte Energiedirektor Stephan Attiger vor zwei Jahren, als der Kanton eine Sparkampagne startete und die Bevölkerung auf eine mögliche Mangellage im Winter einstellte.
Das sollen auch die beiden Beznau-Reaktoren bis 2033 noch tun – dann werden sie abgestellt. Der Entscheid für das Enddatum ist laut der Betreiberfirma Axpo unumstösslich, aber ist er auch richtig? Links-Grün will das älteste AKW der Welt früher stilllegen, von rechtsbürgerlicher Seite gibt es Forderungen, der Bund müsse einen längeren Betrieb finanzieren.abtun, doch Attigers Satz gilt auch hier.
Es ist richtig, den Solarausbau voranzutreiben, an geeigneten Orten auch Staumauern zu erhöhen und Windparks zu bauen. Gösgen und Leibstadt länger zu betreiben, wenn das sicher möglich ist, könnte dafür Zeit geben. Verlängern statt verbrennen also: Eine längere Laufzeit der AKW wäre die bessere Lösung, als der Bau von klimaschädlichen Gaskraftwerken.
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