Eine Immobilie am Zürichberg wurde für 6,5 Millionen Franken versteigert. Die ehemaligen Eigentümer hinterlassen einen Schuldenberg von fast 8 Millionen Franken.
Die bisherigen Eigentümer haben Schulden von insgesamt 7,9 Millionen Franken angehäuft – darunter 500’000 Franken für Weinlieferungen. Gewonnen hat die Auktion eine ältere Dame aus Küsnacht, der das Paar auch Geld schulden soll.
Die bisherigen Eigentümer können die Versteigerung aber noch anfechten.
«Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten» und eine Villa am Zürichberg geht für 6,5 Millionen Franken über den Tisch – im Kirchgemeindehaus Hottingenberichtet. Die Immobilie geht an eine ältere Dame aus Küsnacht. Das Paar, das aktuell noch in der Villa wohnt, schuldet ihr mehrere Hunderttausend Franken. Die Schulden der aktuellen Eigentümer sind der Grund, weshalb es überhaupt zur Zwangsversteigerung gekommen ist.
Unbeglichene Anwaltsrechnungen, nicht bezahlte Versicherungsprämien und offene Rechnungen für Weinlieferungen im Wert von 500’000 Franken soll das Paar über die Jahre angesammelt haben. Insgesamt belaufen sich die Schulden des Paares auf 7,9 Millionen Franken. Die zahlreichen Gläubiger dürfte der Ausgang der Auktion wegen des tiefen Preises also nicht erfreut haben. Das 804 Quadratmeter grosse Grundstück – eine Villa mit Umschwung und Garten – wurde zuvor auf einen Wert von 9,2 Millionen Franken geschätzt.
Zwangsversteigert werden Immobilien, wenn Personen betrieben werden und ihre Schulden nicht begleichen können. Nach der Pfändung geht das Geld zurück an die Gläubiger. Dafür muss die Summe aus der Pfändung aber zuerst reichen. Neben der älteren Dame aus Küsnacht seien rund 30 weitere Personen zur Auktion erschienen – hauptsächlich, um der Versteigerung beizuwohnen.
Schliesslich hätten sich nur noch ein Mann, der eine Immobilienfirma vertritt, und die Frau aus Küsnacht an der Auktion beteiligt. Für die als Siegerin hervorgegangene Küsnachterin ist der Kauf allerdings auch mit Risiken behaftet: Bei Zwangsversteigerungen können Bietende die Liegenschaft vor dem Kauf nämlich nicht besichtigen. Je nach Fall ist somit auch ein allfälliger Renovationsbedarf – egal, wie gross dieser sein mag – im Kaufpreis inbegriffen.
Trotzdem ist die Geschichte rund um die Villa am Zürichberg noch nicht in Stein gemeisselt: Die bisherigen Eigentümer, die selbst noch im Haus wohnen, können die Versteigerung nämlich noch anfechten, so die «NZZ». So zahlte ein Unternehmerpaar aus Meilen ZH jahrelang keine Steuern, weshalb die Wohnung gepfändet wurde. Innerhalb von 30 Sekunden war die Auktion vorbei und die Wohnung für 2,36 Millionen Franken verkauft.
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